Eine europäische Strategie gegenüber dem Iran

Im Iran demonstrieren die Menschen seit dem 15. November heftig gegen eine massive Preiserhöhung von Benzin. Gut informierte Medien haben berichtet, dass seit Beginn der Proteste mehrere tausend Demonstrierende festgenommen wurden. Vertrauenswürdiges Videomaterial und Zeugenaussagen von Menschen vor Ort zeigen, dass die iranischen Sicherheitskräfte mit brutalster Gewalt vorgehen. Amnesty International berichtet von mindestens 161 Todesopfern. Über die staatlichen Propagandakanäle wurde die Forderung nach der Todesstrafe für all jene verbreitet, die aktiv an den Unruhen beteiligt waren.

Es wird Zeit, dass die Europäische Union endlich einen eigenen, von den USA (die mit noch schärferen Sanktionen drohen) unabhängigen Weg in der Iranfrage geht. Die EU muss sich eingehend mit der Missachtung der Menschenrechte im Iran und mit den katastrophalen wirtschaftlichen Folgen des von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Scheiterns des Atomabkommens befassen und rasch in direkte Gespräche mit dem Iran eintreten. Die wirtschaftlichen Sanktionen führen zur Verarmung auch der iranischen Mittelschicht, die einen wesentlichen Anteil an der politisch aktiven Zivilgesellschaft hat. Damit werden gerade jene Gruppen geschwächt, die sich mutig für einen demokratisch inspirierten Regimewechsel einsetzen.

Gerade Österreich könnte und sollte sich als neutrales Land dafür einsetzen, dass die EU dem Iran einen wirtschaftlich tragbaren Weg aus der aktuellen Boykott-Situation ermöglicht, denn die politische und wirtschaftliche Lage ist derart explosiv, dass jede weitere Radikalisierung zu einem blutigen inneren Konflikt auf dem Rücken der 83 Millionen Iranerinnen und Iraner führen kann.

Mag. David Parsian MSc. AO., 1010 Wien

Zum Artikel von Edwin
Baumgartner, 3. Dezember

Besonnener Beitrag zur
Debatte um Peter Handke

In der überhitzten und emotionsgeladenen Debatte um die Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Peter Handke schafft es Edwin Baumgartner in unglaublich souveräner Art, sich diesem Thema in gescheiter und sachlicher Form anzunähern. Dem ist nichts hinzuzufügen - Chapeau!

Elfriede Tahbaz,

per E-Mail

Keine Meinung ohne vernünftige Begründung

Ja, Künstler sollen, genau wie andere Menschen, eine eigene Meinung haben und sie vertreten. Aber wie alle Normalsterblichen haben sie die Pflicht, ihre Meinung auch zu erklären und zu begründen. Noch dazu nach Statements, wie Peter Handke das wiederholt getan hat. Da stehlen sich diese so Sensiblen dann gern aus der Verantwortung, wenn sie von ihnen dann natürlich lästigen Fragern interviewt werden.

Wir Österreicher haben aktuell gleich zwei Literatur-Nobelpreisträger, aber richtig freuen kann ich mich über beide nicht so recht. Elfriede Jelinek ist genauso dauergrantig wie ihr Kollege, aber wenigstens konsequent österreichisch z’wider, und sie kämpft mit ihrer Literatur gegen ihr unrichtig scheinende politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Dabei hätte es Handke auch belassen sollen.

Hanna Halenka,

2721Bad Fischau

Weihnachtfreude im Reitzentrum St. Isidor

Danke den engagierten Therapeutinnen und Therapeuten im Integrativen Reitzentrum St. Isidor in Leonding! Zum 16. Mal fand vor kurzem das Weihnachtsturnier für Therapeutisches Reiten statt. Die Reithalle war liebevoll mit Christbaum und Fichtenzweigen geschmückt, der gute alte James Last begleitete Zuschauer, Reiter und Pferde mit weihnachtlich entschleunigten Klängen. In der Freizeit, ehrenamtlich und ohne Entgelt stellte das Team der Caritas diese schönen Momente einen ganzen Samstag lang auf die Beine. Begeisterte Kinder standen als Helfer entlang der Turnierstrecke und wiesen den Reitern die Bälle, die Ringe und einen Stab mit Holz-Stern zu, damit diese mit ihren Kunststücken die Zuschauer bezaubern konnten.

Es tut den Seelen und der Beziehungswelt von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ganzheitlich gut, wenn Klient, Pferd und Reittherapeut gemeinsam in entwicklungsfördernde Schwingungen zueinander treten. Die stolzen Teilnehmer wurden mit Erfolgsurkunden und Turnierschleifen gekrönt. Alle Herzen schlugen weihnachtlich höher.

Fritz Baumgartner,

4222 St. Georgen/Gusen