Zum Gastkommentar von Pamela Rendi-Wagner, 10. Dezember

Die Politik mischt sich zu sehr in die Bildung ein

Aus "Pisa" lässt sich etwas gewinnen, wenn man austritt. Großartig von einer "Wende in der Bildungspolitik" zu schreiben und vornehmlich alte Hüte zu propagieren, verstärkt die Täuschung.

Was die Bildung persönlicher Qualitäten als Grundlage für das Denken, Empfinden und Handeln und die Ausbildung brauchbarer Qualifikationen aus Talenten und Interessen im Lerngeschehen einzubringen haben, sollte die Vielfalt entwickeln. Mit Vererbungen der Bildung und Ausbildung ist den Eltern ein großes Stück Verantwortung aufgelastet: auf dem Weg zu Matura und Hochschulen und nicht minder in die Landwirtschaft, zur technischen und kaufmännischen Fachausbildung oder zu Pflegeberufen.

Sehr geehrte Frau Rendi-Wagner, lassen Sie bitte Ihre Hände vom Lernwesen.

RgR Prof. Reinhard Horner, 1100 Wien

Die SPÖ war lange für die Bildung verantwortlich

Pamela Rendi-Wagners Forderungen bezüglich einer Schulreform kann man nur als Faschingsscherz bezeichnen. Von 1970 bis 2000 und dann wieder von 2007 bis 2017 waren SPÖ-Bundeskanzler am Werk, von 1970 bis 1990 und dann wieder von 2007 bis 2016 SPÖ-Bildungsminister. Unter anderem Sonja Hammerschmid, die jetzt gemeinsam mit der SPÖ-Vorsitzenden Forderungen aufstellt, von denen in ihrer Zeit als Ministerin aber nichts zu hören war.

SPÖ-Bildungsminister haben die Schule zu Tode reformiert, natürlich ohne Fachleute (nämlich die Lehrer) einzubeziehen. Dazu hat man externe Berater herangezogen. Das Ergebnis, vor dem wirkliche Fachleute damals schon gewarnt haben, sehen wir heute.

Dr. Margit Kraker,

1090 Wien