Man sollte realistische Klimaschutzziele anstreben

Mit großer Enttäuschung ging die UNO-Klimakonferenz in Madrid zu Ende. Dieser Öko-Gipfel wird als "Gipfel der Schande" bezeichnet, die Umsetzung der Klimaziele wurde nicht beschlossen. Erst nächstes Jahr sollen die Mitgliedstaaten des Pariser Klimaabkommens neue nationale Klimaschutzpläne für 2030 vorlegen. Dadurch stauen sich allerdings die klimapolitisch anstehenden Entscheidungen gefährlich.

Vor allem müssten die großen Industrieländer und Brasilien ins Boot geholt werden. Nach einer gründlichen Analyse der Gründe des Klimawandels sollten zweckmäßige Maßnahmen festgelegt werden, ohne gleich den Weltuntergang an die Wand zu malen. Machbare Ziele zu erreichen ist besser, als ständig neue Ziele zu formulieren. Klimaziele ohne entsprechende verbindliche Maßnahmen haben keine bremsende Wirkung auf die Erderwärmung.

Kurt Gärtner,

4600 Wels

Migranten suchen die besten Sozialleistungen

Es gibt eine neue Studie des US-Ökonomen Henrik Kleven zum Pull-Effekt. Studienobjekt Dänemark hat großzügige Sozialleistungen und mehrere Regierungswechsel erlebt: 2002 kürzte eine Mitte-Rechts-Regierung die Sozialleistungen für Einwanderer um 50 Prozent, 2012 hob eine Mitte-Links-Regierung die Kürzung auf, 2015 folgte eine neue Kürzung.

Ergebnis: 2002 kam es zu einem signifikanten Rückgang der Einwanderung, 2012 stieg diese im Ausmaß des Rückgangs von 2002 an, um 2015 wieder abzusinken. Der Migrantenstrom suchte sich andere europäische Länder mit besseren Sozialsystemen. Dieser Pull-Effekt betrifft auch Österreich sowie das Verhältnis zwischen Wien und den übrigen Bundesländern.

Mag. Dr. Ewald Maurer,

1160 Wien