Zum Beitrag von Abualwafa
Mohammed, 14. Dezember

Berührungspunkte von
Islam und Christentum

Als überzeugte Protestantin habe ich aufmerksam den Beitrag "Ohne Jesus kein Islam - Muslim sein im Advent" des islamischen Religionspädagogen, Theologen und Imams Abualwafa Mohammed gelesen. Auch habe ich die von ihm angeführten Suren beziehungsweise Verse im Koran nachgelesen.

Muslime glauben wie Christen und Juden an einen einzigen Gott, aber sein wichtigster Gesandter ist für sie Mohammed. Auch Abraham, Isaak, Jakob, Mose, Maria und Jesus werden im Islam als Empfänger göttlicher Botschaften verehrt. Das islamische Verständnis weist allerdings erhebliche Abweichungen vom Alten und Neuen Testament auf, es gibt Unterschiede wie Gemeinsamkeiten. Als Christin verehre ich auch nur den einen Gott, den ich aber als dreifaltig glaube: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Ergo halte ich Jesus für mehr als einen Propheten.

Fakt ist: Obwohl der Islam auf dem jüdischen und christlichen Glauben aufbaut, ist er (europäischen) Christen wegen der damit verbundenen Kultur schwer verständlich. Außerdem bleiben Muslime weitgehend unter sich und pflegen ihren Glauben, um mit der Heimat verbunden zu bleiben. Für Christen sehe ich es als eine wachsende Herausforderung, sich sowohl um ein gutes Verhältnis zu dieser Religion wie auch um ein inniges Verständnis des eigenen Glaubens zu bemühen.

Wilma Kropf,

per E-Mail

Der Gott der Christen ist
nicht der Gott des Koran

Es ist sehr schön, dass der Imam Abualwafa Mohammed solche verbindenden Worte schreibt und hoffentlich auch weitersagt. Für einen Christen hören sie sich jedoch auch merkwürdig an, denn die Inhalte sind in der Bibel schon sehr anders besetzt! Zu Weihnachten wird in der Christenheit die Geburt Jesu Christi gefeiert, Sohn des Gottes der Bibel, der Schöpfer der Welt ist. Von daher ist die Adventzeit dann auch dem wörtlichen Sinn von adventus ("Ankunft") nach die Zeit der Erwartung des Kommens Jesu: Zunächst wird das erste Kommen, die Geburt Jesu, erwartet, und in der Folge wartet die gläubige Christenheit auf das zweite Kommen Jesu Christi, das den Menschen verheißen ist.

Trotz des Wunsches nach einem friedevollen Umgang von Menschen unterschiedlicher Konfessionen miteinander muss leider aber auch das als trennend Empfundene gesagt werden. Was der Prophet Muhammad gesagt hat, der erst 571 n. Chr. geboren wurde, ist für jüdische und christliche Mitbürger nicht maßgeblich. Und auch was immer wieder aus den Suren des Koran zitiert wird, hat keinen Einfluss auf jüdische und christliche Lebensführung.

Auch ist die Aussage zu relativieren, Christen, Juden und Muslime würden im Wesentlichen an denselben Gott glauben. Die Christenheit glaubt an Jesus Christus, der als Sohn Gottes geboren wurde und der Messias ist. Auch die Juden glauben an diesen Gott, leben aber noch in der Erwartung des Kommens des Messias. Im Koran wird zwar Jesus Christus genannt und auch verehrt, aber er ist dort eben nicht der Sohn Gottes! Die Muslime glauben an den Gott des Koran.

Dipl. Inf. Friedrich E. Starp,

3003 Gablitz

Zum Gastkommentar von
Christian Ortner, 13. Dezember

Die EZB will nun für
den Klimaschutz arbeiten

Ist es wirklich ein "Intelligenznotstand", wenn eine Organisation sich wichtig macht, Agenden an sich reißt und auch dort Einfluss haben will, wo sie nichts zu suchen hat? Eher herrscht Intelligenznotstand dort, wo man dies zulässt und die von Christian Ortner beschriebenen dramatischen Folgen solcher Bestrebungen offenbar nicht erkennt und sie akzeptiert.

Dr. Peter Mitmasser,

2351 Wiener Neudorf