Zum Artikel von Bernd Vasari,
14. Dezember

Als Banken noch sozial ausgerichtet waren

Die Erste Österreichische Sparkasse wurde von einem Priester gegründet beziehungsweise erdacht. Grundgedanke damals war, besonders die armutsgefährdeten Minderjährigen zu unterstützen. Dazu wurde in den Statuten festgelegt, deren Sparguthaben mit mindestens 4 Prozent im Jahr zu verzinsen, um so einen finanziellen Rückhalt für ihre Zukunft zu sichern.

Auf diesen edlen und ökonomisch wertvollen Grundsatz hinzuweisen, ist besonders wichtig, weil er ja nicht nur nicht mehr verfolgt wird, sondern ins Gegenteil verkehrt wurde, indem von den meisten Banken Werbung für Kredite - also Verschuldung - betrieben wird. Spare in der Zeit, so hast du in der Not: Heute beides nicht mehr relevant bei Nullzinsen und Inflation - stille Enteignung!

Mag. Marion Beringer,

1180 Wien

Jene Sprache sprechen, die man am besten kann

Anlässlich der mittelmäßigen Pisa-Ergebnisse wird wieder einmal überlegt, wie man die Leistungen der zweisprachigen Schüler verbessern könnte. Die Empfehlung an die Eltern, mit ihren Kindern Deutsch zu sprechen, ist nicht neu, aber trotzdem Unsinn. Vielmehr sollten Eltern jene Sprache verwenden, die sie gut beherrschen und in der sie ihre Emotionen am besten ausdrücken können. Für das Erlernen der deutschen Sprache sind Kindergarten und Schule zuständig.

Brigitte Huber,

per E-Mail

Zum Leitartikel von Walter
Hämmerle, 19. Dezember

Politiker in der Illusion vergangener Größe

Boris Johnson und Emmanuel Macron verbindet letztlich das, was sie vorgeben, bekämpfen zu wollen, nämlich Nationalismus. Beide leben gedanklich anscheinend noch in einer Kolonialwelt, in der London und Paris Machtzentren waren und ihre Subterritorien in großer Demut und Dankbarkeit Tribute an die Zentrale abzuliefern hatten.

Nur ist Mitteleuropa weder Kolonialgebiet noch Kriegsbeute, und Brüssel besteht nicht nur aus Marionetten, die nach der Pfeife der City of London oder sonst welcher selbsternannter Machblöcke tanzen. Beide, Johnson und Macron, sollten sich der politischen Realität stellen und die Bedeutung ihrer Länder richtig einordnen.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Den nationalistischen Egoismus überwinden

Ich bin der Meinung, dass die Bevölkerung Europas weg vom nationalistischen Egoismus hin zu Zusammenhalt und Bewusstsein innerhalb Europas kommen muss. Nur so können wir bestehen.

Markus Kreuzeder,

70240 Kuopio, Finnland

Doch kein Hochhaus am Wiener Heumarkt?

Das ist wieder so eine Vernebelungsaktion der Politiker. Der Investor stößt gleich eine Drohung aus, falls die Verhandlungen mit der Unesco zum Erhalt des Prädikats Weltkulturerbe bis September kein Ergebnis bringen würden.

Wozu Verhandlungen? Wenn man sich an die Vorgaben der Unesco hält, braucht man keine. Aber offenbar will man sich nicht daran halten und jetzt das Hotel höher bauen. Welche Höhe ist geplant: Bauhöhe oder ab Null-
Line? Damit hat bereits Maria Vassilakou versucht, Verwirrung zu stiften. Jubelmeldungen sind weder seitens der Stadtregierung noch seitens der Opposition angebracht. Wie dieser grün-rote Skandal bereinigt wird, wird Auswirkungen auf die Wien-Wahl haben.

Peter Jürß,

1160 Wien