Satire und der Wert
der Pressefreiheit

Im deutschen Sender WDR sorgte ein Lied nach der Melodie "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" mit satirischem Text für Aufregung. Worte wie "Oma ist ’ne alte Umweltsau" ließen die Wellen hochgehen. Christian Hafenecker (FPÖ) fordert sogar den ORF auf, die Kooperation mit dem WDR einzustellen.

In Österreich ließ Ludwig Hirsch im Lied "Omama" (auf dem Album "Dunkelgraue Lieder") ein Enkelkind vom Leben und Tod einer boshaften, zu Adolf Hitler aufschauenden Großmutter erzählen und beten: "Lieb Jesukind, lass d’ Oma doch verrecken." In Österreich wurde das Lied nicht totgeschwiegen, sondern war wochenlang in den Charts, und das Album wurde mit Platin-Schallplatten ausgezeichnet. Bei uns hat die Pressefreiheit einen höheren Wert.

Zu meiner "Ehrenrettung" gegenüber den Großmüttern: Ich bin seit Jahren treuer und begeisterter Abonnent der (Schweizer) Zeitschrift "Großeltern".

Dr. Hans-Georg Mondel,

3400 Klosterneuburg

Respekt für die Großelterngeneration

Danke, Omama, dass ich all das von dir lernen durfte:

Sparsam kochen. Harte Brot- und Semmelreste wurden gesammelt und zu Semmelknödeln verarbeitet, zubereitet mit selbst gesuchten Pilzen. Wenn Knödel übrig blieben, dann gab es am Folgetag "G’röste Knödl mit Ei".

Wenig Fleisch essen - dieses gab es nur sonntags.

Deinen Wintermantel hast du 40 Jahre lang getragen. Ein Hemd wurde viele Jahre getragen, dann wurde daraus ein Arbeitshemd und letztendlich ein Putzfetzen.

Ein Auto hast du nie besessen und bist immer mit dem Rad gefahren. Ein Smartphone hast du nie gehabt. Fliegen war dir fremd.

Und danke, dass du meine Eltern so erzogen hast und mir dies auch weitergegeben hast, dass wir keinen anderen Menschen, auch wenn er vermeintlich etwas falsch gemacht hat, als "Sau" bezeichnen würden.

Mag. Michaela Krizmanits,

1130 Wien

Die Lehren aus den
australischen Buschfeuern

Aus der Bekämpfung der Brände in Ostaustralien sind einige Erkenntnisse zu gewinnen. So muss es eine Reihe von Möglichkeiten geben, um in Städte hinein- und wieder herauszukommen, da die Flucht mit der Marine eine letzte Option darstellt. Es müssen Informationen verfügbar sein, auch wenn die Stromversorgung unterbrochen ist und Mobiltelefone nicht funktionieren.

Das Gute, das sich daraus ergibt, ist die Hilfsbereitschaft so vieler Menschen. Politiker und Reservisten der Armee unterstützen die Feuerwehrleute, von denen die meisten Freiwillige sind, die sich der Gefahr stellen, um Nachbarn und Fremde zu retten.

Es bleibt aber die Sorge, dass wir in der Zeit des südlichen Sommers noch mehr über Brände in Australien lesen werden.

Dennis Fitzgerald,

Melbourne, Australien