Krisen sind auch
eine Sache der Rhetorik

Es ist nicht nur die Klimakrise, die uns aktuell beschäftigt, denn wir scheinen ganz allgemein in einer Zeit der Krisen zu leben und fühlen Bedrohungen: des eigenen Lebens, des eigenen Planeten, des eigenen Volkes.

Doch wohin führt diese aufgeheizte Rhetorik? Die strukturelle Gleichheit der Krisendiskurse führt in einen Zustand ständiger Angst, die die Menschen unfähig macht, den tatsächlichen Herausforderungen angemessen zu begegnen. Das Dramatische vieler Aussagen liegt aber nicht in der Krise, die sie zu bezeichnen vorgeben, sondern im Konsens, den sie stiften: Dieser besteht in der Erwartung einer existenziellen Bedrohung und in der Aufforderung zur finalen Rettung. Seine Logik wird umso plausibler, je mehr die Krisen in Konkurrenz zueinander stehen.

Retten, schützen, sichern, bewahren, verteidigen - das Klima, die Natur, die Heimat, das Volk, uns. Krise und Gefährdung sind derzeit wohl die erfolgreichsten Motive politischer Rhetorik wie auch politischen Engagements.

Maike H. Opaska,

3370 Ybbs an der Donau

E-Mobilität führt
in eine Sackgasse

Die Autoindustrie will uns in ihrer Not einen "elektrischen Bären" aufbinden. Ernsthafte Wissenschafter haben längst bewiesen, dass das E-Auto in eine Sackgasse führt: Die Produktion der notwendigen Batterien braucht viel zu viele seltene Rohstoffe, weitere Nachteile sind beschränkte Reichweiten durch zu schwere Batterien, eine schwache Infrastruktur von Ladestationen und zu wenig ausgestattete Werkstätten für den Service. Mit einem Wort: Für den täglichen Verkehr auf weiten Strecken ist das E-Auto kaum brauchbar. Die verantwortlichen Politiker müssen das endlich begreifen und uns nicht ständig E-Autos schmackhaft machen.

Viel wichtiger wäre der Ausbau des öffentlichen Verkehrs auch in Gegenden, wo viele "unrentable Linien" eingestellt wurden. Zudem billigste Tarife für die Öffis, eine kostengünstige Österreich-Card für alle und für Einkommen bis 1.300 Euro netto gratis.

Franz Schramböck,
4030 Linz