Alle tragen Verantwortung
für den Klimawandel

Die Kritik an den Staatsspitzen Brasiliens und Australiens, die in den vergangenen Wochen in heimischen Medien zu lesen war, finde ich hochspannend. Die Regierungen werden dafür kritisiert, dass sie die Ursache der Brände in ihren Ländern nicht erkennen wollen. Uns ist - mittlerweile wirklich schon allen - klar, dass der Klimawandel schuld daran ist.

Komischerweise erkennen dieselben Medien nicht, dass für diese Feuerinfernos alle Länder (vor allem die westlichen) die Verantwortung tragen. Wann kommt der Aufschrei, weil unsere Politiker nicht im Stande sind, die Klimaziele von Paris auch nur annähernd zu erreichen? Es ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um zu handeln. Und zwar von allen, in jedem - auch noch so kleinen - Land. Nicht in homöopathischen Dosen (was uns so mancher Politiker noch als ausreichend weismachen will), sondern in Riesenschritten. Und zwar konsequent, in allen Bereichen, fokussiert auf ein Ziel: den Klimawandel mittels Vollbremsung zu stoppen.

Jürgen Hutsteiner,

4400 Steyr

Die Steinhof-Gründe sollen
nicht weiter verbaut werden

Wie beim Heumarkt-Turm ist auch bei den Steinhof-Gründen kein Grund für Jubel angebracht. Auf den Steinhof-Gründen wurden bereits Gebäude der Vamed und der Gesiba errichtet, ein weiteres Waldstück wurde zuletzt gerodet. Der von Planungsstadträtin Birgit Hebein vorgelegte Plan erscheint als eine nur leicht verbesserte Darstellung des Status quo.

Heumarkt und Steinhof sind billige Manöver von Grün und Rot vor den Landtagswahlen. Nach der Wiener Wahl wird es wieder anders aussehen. Es braucht davor sicherere Lösungen, wie eine Einreichung des Otto-Wagner-Areals als Weltkulturerbe. Und die Bewahrung der Zone "Historisches Zentrum von Wien" - und zwar samt dem Heumarkt - als Weltkulturerbe.

Peter Jürß,

1160 Wien

Senioren entscheiden die
nächsten Landtagswahlen

Die Landtagswahlen im Burgenland und in Wien stehen bevor, und Politikkommentatoren bemühen sich um Voraussagen, was sich da bei den Wahlergebnissen im Vergleich zu der derzeitigen Situation ändern könnte. Dabei wird dem speziellen Wahlverhalten der Wählergruppe der Senioren wenig Beachtung gewidmet - rund 25 Prozent der Wähler!

Bundesweit haben die Senioren bei den Nationalratswahlen der ÖVP zu ihrer satten Mehrheit verholfen. Aber: In Wien haben die Senioren bisher in überwältigender Mehrheit die SPÖ gewählt. Wie werden sich die Senioren bei den kommenden Wahlgängen verhalten? Sicher bleibt da die neue Regierungskonstellation nicht ohne Einfluss. Es empfiehlt sich, die Senioren beim Politikmachen nicht zu vergessen. Das kann wahlentscheidend sein!

Peter F. Lang,

per E-Mail

Zum Leitartikel von Walter
Hämmerle, 8. Jänner

Die Grünen wurden
lediglich Vorletzte

Die Bedeutung der Grünen, die in jüngster Zeit immer häufiger zu "Gewinnern" der Nationalratswahl hochstilisiert wurden, sollte richtig eingestuft werden. Auf Bundesebene votierten knapp 14 Prozent für sie, was etwas mehr als 10 Prozent entspricht, wenn man die Nichtwähler miteinbezieht. Das bedeutet, dass fast 90 Prozent der Wahlberechtigten nicht für die Grünen und deren Programm stimmten und sie unter den Parlamentsparteien nur Vorletzte wurden.

Da kann man schon ein höheres Maß an Zurückhaltung, Kompromissbereitschaft und sogar Demut gegenüber dem türkisen Seniorpartner erwarten, der den mehr als zweieinhalbfachen Stimmenanteil hat.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Zum Artikel von Karl Ettinger,
8. Jänner

Noch verhindern Frauen
einen Pflegenotstand

Die Hausfrauen der Siebzigerjahre halten als kostenlose Helferinnen heute noch unser krankes Pflegesystem aufrecht. Dieses Modell ist ein Auslaufmodell: Denn im Jahr 2033 wird das Pensionsantrittsalter für Frauen regulär bei 65 Jahren liegen, daher können Frauen nicht wie heute als pflegende Angehörige tätig sein.

Wie die Daten jetzt schon zeigen, schließen Berufstätigkeit und Pflege und Betreuung für Familienangehörige einander nahezu aus. Dies wird von der künftigen Politik zu berücksichtigen sein.

Doris Schipfer,

1120 Wien