Zum Leitartikel von Daniel Bischof, 16. Jänner

Aktivisten blockierten die Vorlesung eines Historikers

Ich bin über diesen Leitartikel sehr erstaunt und finde es empörend, wie Daniel Bischof mit der Freiheit der Lehre argumentiert. Aktionen abzulehnen, "egal ob von rechts oder von links", kommt immer nur, wenn es darum geht, gegen "links" zu argumentieren.

Ich würde auch gerne wissen, woran Daniel Bischof denkt, wenn er schreibt: "Diese beklemmenden Ereignisse erinnern an dunkle Zeiten." Sollte er damit die Zeit vor 1945 oder vor 1938 meinen, dann empfehle ich die Lektüre der Tagebücher von 1933 bis 1945 von Viktor Klemperer!

Dr. Gabriele Zimmermann,

1020 Wien

An Universitäten sollte Meinungsvielfalt gelten

Gut, dass dieser Text erschienen ist. Menschenrechte sind unteilbar - oder sie sind keine. Dazu gehört die Freiheit zur Meinungsäußerung. Eine Universität ist ein Ort des Meinungsstreits.

Georg Becker,

per E-Mail

Die ÖH zeigt sich wieder
einmal linkslastig

Die ÖH erwecke wieder einmal den Eindruck, auf dem linken Auge blind zu sein, meint Daniel Bischof. Ich halte das insoweit für irreführend, als die ÖH nur linke Augen hat und demgemäß alles aus linker Perspektive sieht. Wie alle an der Macht Befindlichen hält sie diese Sicht für die einzig mögliche. Das Rektorat der Universität Wien ist auch nicht aufgerufen, "die Situation mit mäßigen Worten abzukühlen", es müsste mit klaren Worten auf die Freiheit der Lehre hinweisen - und sie durchsetzen. Antifaschismus darf nicht die Tarnung für Gewaltbereitschaft und Intoleranz sein.

Jürgen Jauch,

4040 Linz

Zum Artikel von Martyna
Czarnowska und Alexander
Dworzak, 15. Jänner

Staatengruppen innerhalb
der EU werden wichtiger

Der Beitrag zeigt, wie vielfältig die Interessenlagen in der Eeuropäischen Union sind. Kanzler Sebastian Kurz hat sich eine schwierige Vermittlerrolle aufgebürdet, die für unser Land, das sich ihrer immer wieder rühmt, eine politische Verpflichtung ist.