Die Koalition muss
Differenzen aushalten

Wie sollen ÖVP und Grüne als Koalitionspartner mit ihren unterschiedlichen Vorstellungen umgehen? Diese Frage ist leicht zu beantworten: Beide Parteien haben ein Programm für die Jahre 2020 bis 2024 vereinbart, und nun geht es darum, dieses Programm zu verwirklichen. Da nicht alles bis ins Detail ausgearbeitet ist, wird es Auffassungsunterschiede geben, die behoben werden müssen. Außerdem wird es im Laufe der fünf Jahre Entscheidungsnotwendigkeiten geben, die bei der Erstellung des Programms nicht vorhersehbar waren.

In beiden Fällen werden sich die Wähler darüber freuen, wenn es zu einem konstruktiven Austausch der Argumente und sachgerechten Lösungen kommt. Zu denen muss es kommen, sonst ist die Koalition zu Ende.

Ulrich Schmotzer,

per E-Mail

Das Abgabensystem sollte radikal umgestaltet werden

Die Beibehaltung des Spitzensteuersatzes von 55 Prozent ist ein Schlag ins Gesicht jener Forscher, Entwickler und Erfinder, die jahrelang ohne entsprechende Entlohnung studieren und wissenschaftlich arbeiten müssen, bis sich lohnender Erfolg einstellt und sie aus Patriotismus das Land trotzdem nicht verlassen. Bei Misserfolg können sie mit keinem Vorstandsposten in politnahen Unternehmen rechnen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz wäre gut beraten, eine Task Force für eine ökosoziale Steuer- und Abgabenreform einzurichten. Diese müsste den Auftrag haben, die Wirtschaft von Versicherungsbeiträgen und Abgaben zu entlasten, welche auf Basis der Bruttolöhne verwaltungsaufwendig berechnet, abgeführt, geprüft und verteilt werden müssen.

Ökonomisch lässt sich das alles auf eine Stufe reduzieren, die kurz vor dem Konsum festzulegen ist. Damit wären auch jene Produkte und Dienstleistungen zu erfassen, welche uns digital überschwemmen. Auch die Klimaabgabe lässt sich dort einfügen.

Dkfm. Johann Fuchshuber,

4710 Grieskirchen

Zum Leitartikel von
Martina Madner, 18. Jänner

Österreich braucht ein Frauenministerium

Danke, dass die "Wiener Zeitung" auf die aktuelle Entwicklung der Frauenpolitik unserer Regierung hinweist. Martina Madner hat die aktuelle Symbolpolitik in den Beispielen deutlich gemacht; die Liste ließe sich natürlich fortsetzen. Von den Frauenorganisationen in Österreich wurde immer wieder ein eigenes Frauenministerium gefordert, das sich politisch für die hier lebenden Mädchen und Frauen einsetzt. Dies ist der Regierung offenbar nicht einmal einen Gedanken wert, geschweige denn Geld, das hier vernünftig für die Gleichstellung und Gleichbehandlung aller Menschen eingesetzt werden könnte.

Evelyn Martin,

1030 Wien

Zur Kolumne von
Willy Puchner, 18. Jänner

Katzen können die
treuesten Begleiter sein

Der Text über die "Sehnsucht nach meiner Katze" berührt mich sehr! Wie wahr, Tiere nehmen einen so an, wie man ist, sie (be)werten einen nicht . . . Das ist heilsam!

Ich hatte auch einmal zwei Katzen, Miro und Noa. Sie waren meine treuesten Begleiter und gaben mir ein Gefühl von Zuhause, da sie mir immer wieder ihre Nähe anboten. Manchmal dauerte die Annäherung ein wenig, aber ich hatte das Gefühl, dass wir uns bedingungslos lieben. Bei Menschen geht das nicht so leicht.

Inge Hauser,

8243 Pinggau