Zum Gastkommentar von
Lukas Bittner, 25. Jänner

- © apa/Herbert Pfarrhofer
© apa/Herbert Pfarrhofer

"Wer soll uns denn
bitte angreifen?"

Das fragen sich Länder wie Costa Rica, Island, Panama und weitere auch - mit dem Ergebnis, kein Militär zu haben. Umgeben von Nato-Mitgliedern, sind wir in Österreich wieder einmal schlauer und verpulvern Millionen unter anderem für eine "Luftraumüberwachung", die in den vergangenen 50 Jahren - nach meiner Kenntnis - nie benötigt wurde.

Alexander Meyer,

per E-Mail

Das Bundesheer braucht moderne Ausrüstung

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner will die Teiltauglichkeit von Wehrpflichtigen möglichst bald realisieren, um die Anzahl der Zivildiener und Rekruten zu erhöhen. Jedoch liegen die wirklichen Probleme in anderen Bereichen: Die Ursache für den desolaten Zustand des Bundesheeres ist nicht die geringe Zahl tauglicher Wehrpflichtiger, sondern primär das nicht mehr einsatzfähige oder veraltete Gerät.

Konkrete militärische Bedrohungen sind mittelfristig nicht eindeutig vorhersehbar und kommen unangemeldet. Die künftigen Herausforderungen für das Bundesheer lassen sich aus dem unsicheren Umfeld Europas ableiten. Zur Bewältigung der Herausforderungen benötigt man eine militärische Landesverteidigung unter Einbindung einer einsatzfähigen Miliz, mit einer Luftverteidigung, Drohnen- und ABC-Abwehr, Abwehr von Cyberangriffen sowie Soldaten für Auslandseinsätze.

Auch wenn das Bundesheer andere Aufgaben, wie sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsätze oder Katastrophenhilfe, sichtbar leistet, sind diese nicht die eigentlichen verfassungsrechtlichen Einsätze. Kernaufgabe bleibt die militärische Landesverteidigung.

Oberst iR Kurt Gärtner,

4600 Wels

Die ÖVP dominiert die Koalition mit den Grünen

Die ÖVP macht derzeit Politik, als ob es keine Koalition gäbe. Sie setzt ihre Programmpunkte aus dem Koalitionsabkommen um, und die Umfragewerte steigen.

Aber die Grünen? Sie dürfen immerhin kommunizieren, was bei ihren Programmpunkten kommen soll. Aber zunächst heißt es da: Bitte warten! Werden sie an der Nase herumgeführt und merken es nicht? Sie haben ja die Ministerposten. Und sie bekommen eine "Taskforce", einen "Arbeitskreis" und Zusagen für das Jahr 2022. Na immerhin. Aber wie lange wird das gutgehen? Abwarten!

Peter F. Lang,
per E-Mail