Zum Artikel von Reinhard Seiß,
25. Jänner

Die Bebauung der
Wiener Aspanggründe

Wieder ein Urteil über ein Stadtentwicklungsprojekt mit einem interessanten Zugang zu Fakten. Vertreter der Bundesimmobiliengesellschaft und ich selbst für die BAI (Bauträger Austria Immobilien) haben nach dem Masterplan von NormanFoster jahrelang die Entwicklung der Aspanggründe als Vertreter der "Arge Eurogate" begleitet und ein wenig dazu beigetragen, dass eine Erschließung der fast 20 Hektar umfassenden "G’stätten" in Zusammenarbeit mit Stadt und Bezirk möglich wurde - ohne großflächigen Teich.

Diese Tätigkeit gipfelte in einem siegreichen Wettbewerbsprojekt, in dem "natürlich" das reale Umfeld berücksichtigt wurde. Ohne diese Vorarbeiten, die gemeinsam mit der Stadtentwicklung, vielen Fachleuten und aktiven Menschen aus dem dritten Bezirk über Parteigrenzen hinweg betrieben wurden, hätte der Wohnfonds Wien die hochwertigen Wohnbaugründe (zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt) nicht erwerben wollen. Und nicht können!

Als Projektentwickler, der sich sowohl zu Visionen wie auch zu gelebtem Pragmatismus bekennt, kann ich mich bei kultischem Hochhalten der Block-Rand-Bebauung als städtebaulichem Dogma leider nicht finden - auch nicht bei suggestivem Umgang mit Fakten.

Dr. Wolfgang Reichling,

1090 Wien

Eine Stellungnahme
zur Klimadebatte

In den letzten Tagen haben Rudolf Bretschneider und Wilfried Winiwarter in Gastkommentaren ihre unterschiedliche Meinung darüber geäußert, ob der Mensch maßgeblich zur Klimaerwärmung beiträgt. Diese Debatte ist auch dafür entscheidend, ob die Österreicher eine ökologische Steuerreform akzeptieren werden oder nicht.

Meines Erachtens wäre es an der Zeit, dass die Österreichische Akademie der Wissenschaften dazu noch vor der Steuerreform eine fundierte Stellungnahme abgibt. Sie würde dadurch auch ihre Bedeutung für die österreichische Gesellschaft dokumentieren.

Dr. Anton Schmeikal,

per E-Mail