"Und führe uns nicht
in Versuchung . . ."

In einigen Ausgaben des Neuen Testaments (Gute Nachricht Bibel - Deutsche Bibelgesellschaft, Neues Testament für Polizeibedienstete - Christlicher Polizeiverein) wird in der sechsten Bitte des Vaterunser die Formulierung "stehe uns in der Versuchung bei" oder "lass nicht zu, dass wir der Versuchung nachgeben", verwendet. Bei Matthäus 6, 13 wird in unserem Sprachraum jedoch häufig die Aussage "und führe uns nicht in Versuchung" verwendet.

Jakobus 1, 13 teilt uns dazu mit: "Keiner der versucht wird, soll sagen: ‚Ich werde von Gott versucht.‘ Denn Gott kann nicht zum Bösen versucht werden; und er führt auch selbst niemanden in Versuchung." Aus dieser Sicht des Neuen Testaments ist das Anliegen von Papst Franziskus, diesbezüglich eine Berichtigung herbeizuführen, verständlich. Frankreich und Italien sind diesem Aufruf bereits gefolgt.

Ergänzend dazu ist zu erwähnen, dass Jesus Christus im Neuen Testament in Matthäus 4, 1-11 dreimal versucht wird. Als Versucher tritt jedoch nicht Gottvater auf, sondern der Gegenspieler Satan. Dieser ist generell als der Versucher anzusehen. Deshalb sollte in der sechsten Bitte des Vaterunser im Sinne von "lass uns nicht in Versuchung geraten" beziehungsweise "und führe uns in der Versuchung" gebetet werden.

Franz Pfusterer,

8020 Graz

Der Brexit wird noch
weiter Probleme bereiten

Lässt man die vergangenen fast fünfzig Jahre Revue passieren, stellte man häufig fest, dass sich die Briten immer noch als wirtschaftliche Weltmacht fühlen und sich immer nur die Rosinen aus dem Wirtschaftskuchen herauspicken wollen. Mit dem endgültigen Abschied aus der EU hört es sich damit jetzt auf.

Ich meine, dass sich der Austritt aus der EU noch lange hinziehen wird, denn Einzelprobleme wurden damit nicht gelöst. Es bleiben diverse Ängste bei den Briten wie EU-Europäern, wie die Zukunft gesamtwirtschaftlich weitergeht.

Alois Sepp,

81371 München

Die Digitalisierung an
den Schulen geht zu weit

"Mehr Digitalisierung" in den Schulen fordern Doris Hummer, Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich, und der oberösterreichische Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner und freuen sich über 53 neue "digi-TNMS".

Wissen sie, dass seriöse Psychologen und Hirnforscher davor warnen, Kinder vor 14 Jahren an die Computer zu lassen? Wissen sie, dass es unseren Kindern in diesem Alter noch an den analogen Grundfertigkeiten, "den Basics" mangelt? Wissen sie, wie die internationale IT-Elite ihre Kinder erzieht? Steve Jobs und Bill Gates etwa bezeichnen sich als "low tech parents" und hielten ihren Nachwuchs bewusst von Computer, Smartphone & Co fern.

Sind mit 14 Jahren grundlegende Fertigkeiten erworben, ist es früh genug. Alles zu seiner Zeit! Niemand käme auf die Idee, seinen 10-jährigen Sohn mit Ketten- und Kreissäge zu bewaffnen, weil er dann schon für eine mögliche Zukunft in der holzverarbeitenden Industrie gerüstet ist.

Dipl. Päd. Walter Koren,

4560 Kirchdorf

Andere Länder kommen
ohne Kleinstmünzen aus

Viel wird derzeit über die Ein- und Zwei-Eurocent-Münzen diskutiert (die es übrigens im Euroland Irland nie gegeben hat). In Tschechien (1 Euro = 25 Kronen) wurden schon vor einiger Zeit die Heller-Münzen abgeschafft. Dabei werden in den Geschäften immer noch Heller (halíř) angeschrieben, aber dann eben an der Kassa weggerundet. In Ungarn stellt sich bei einem Wechselkurs von 1 Euro = 336 Forint das Problem nicht und die Heller (fillér) gibt es schon lange nicht mehr.

Peter Stumvoll,

1160 Wien

Zum Artikel von Evelyn Adunka, 25. Jänner

Ernst Waldinger hat eine Würdigung verdient

Der Beitrag über Ernst Waldinger hat mich sehr erfreut. Bei meinen Vorträgen über bedeutende Ottakringer Persönlichkeiten gehört er unbedingt dazu! Wie auch, dass ich dabei sein Gedicht "Der Name Waldinger" zitiere - vom Feinsten! Gratulation der "Wiener Zeitung" und der Autorin Evelyn Adunka.

Prof. Ferry Kovarik,

1160 Wien