Die größere Bedrohung
der Menschheit

In diesen Tagen, wahrscheinlich auch in den nächsten Monaten hat uns ein ganz kleines Element im Griff. Ein ganz kleines Virus wird unser Leben für längere Zeit verändern - für manche sogar für immer. Es wird viel Leid über uns bringen. Nur eines ist gewiss: Wir werden es als Gesellschaft überstehen. Dieses kleine Virus wird die Menschheit nicht ausrotten.

Leider gibt es ein ähnlich kleines Element, das das Potenzial hat, die Menschheit auszurotten. Es ist an und für sich ein ganz harmloses Molekül, das nur durch sein Überhandnehmen ein riesiges Problem wird, und zwar in jeder Sekunde, in der nichts dagegen unternommen wird, mehr. Es heißt CO2. Dieses kleine Molekül hat - im Gegensatz zum Coronavirus - wirklich das Potenzial, uns auszulöschen. Nicht heute oder morgen, nicht in diesem Jahr: Deshalb nehmen wir diese reale, immer größer werdende Gefahr auch nicht so ernst.

Deshalb nutze ich den Moment, der uns wahrscheinlich etwas demütiger macht, und bitte inständig: Nachdem wir den Kampf gegen dieses Virus gewonnen haben werden, beginnen wir endlich ernsthaft den Kampf gegen unsere selbstzerstörerische Lebensweise und für ein angstfreies Leben unserer Kinder!

Jürgen Hutsteiner,

4400 Steyr

Aus Katastrophen
nichts gelernt

1986: Tschernobyl - wir haben nichts daraus gelernt. 2002: Sars - wir haben nichts daraus gelernt. 2011: Fukushima - wir haben nichts daraus gelernt. 2020: Corona - wir lernen wieder nichts daraus. Hauptsache, die globalen Konzerne machen ihre unversteuerten Milliardengewinne. Hauptsache, wir brauchen die "heilige Kuh der offenen Grenzen" nicht zu schlachten. Wir zerstören die Natur und die Erde. Die Natur und die Erde schlagen jetzt zurück. Der Globalismus ist unser aller Untergang.

Peter Stumvoll,
1160 Wien

Eurofighter und andere überflüssige Waffen

Was haben diese "Sicherheitsinvestitionen" abgesehen von Korruptionsgeldern gebracht? Welchen Sicherheitsgewinn brachten die Abfangjäger? Wie wird die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher durch die Anschaffung militärischer Gerätschaften erhöht? Welchen militärischen Bedrohungen sollen sie vorbeugen?

Vor den tatsächlichen Bedrohungen - Fluchtbewegungen, Katastrophen, Wirtschaftskrisen, Seuchen - können teure Waffen nicht schützen. Da bedarf es eher einer Ursachenbekämpfung, die über diplomatische und zivile Einsätze zielgerichteter ausgeführt werden kann. Mit dem Geld für unnötige Abfangjäger könnten Konfliktursachen zivil abgeschwächt werden.

H. Peter Degischer,

1040 Wien

Wiedergutmachung
in Sachen Eurofighter

Warum wendet man sich nicht an die 14 Empfänger der Airbus-Zahlungen? Sind diese nicht greifbar?

Mit möglichen künftigen Geschäften braucht man Airbus nicht zu kommen. Österreich hat sich als schlechte Kundschaft erwiesen. Und auf schlechte Kunden legt man in der Wirtschaft keinen Wert.

Peter Jürß,

1160 Wien

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Marianne Karner, 29. Februar

Das selbstbestimmte
Ende des Lebens

Schön, dass Marianne Karner Behinderten und Kranken Lebensmut zuspricht. Jedoch könnte man nach der Lektüre des Artikels meinen, jeder Mensch müsse mit aller medizinischer Kunst so lange als möglich zum Leben gezwungen werden. Aber die Medizin muss sich oft genug einer schicksalhaften Entwicklung beugen.

Ebenso entsteht beim Lesen der starke Eindruck, dass die Autorin ihre persönliche Situation als oberste Richtschnur bei der Beurteilung anderer Fälle setzt. Es ist geradezu erschütternd, dass aus ihren Zeilen überhaupt kein Einfühlungsvermögen für jene Menschen zu spüren ist, die ein Weiterleben mit großer Behinderung, tödlicher Krankheit oder unerträglichen Schmerzen als Last empfinden.

Ich begrüße daher das Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichtes, künftig unter festgelegten Rahmenbedingungen die Sterbehilfe zu erlauben. Zudem hoffe ich, dass Österreichs Regierung bald nachzieht, auch um den "Sterbetourismus" zu beenden.

Otto Diendorfer,

4150 Rohrbach-Berg

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Susanne Kummer, 26. Februar

Beistand in der
letzten Lebensphase

Danke für diesen gescheiten und einfühlsamen Beitrag von Susanne Kummer! Ich glaube, fast jeder denkt hie und da über Sterbehilfe welcher Art auch immer nach. Dieser fundierte Artikel rückt die Perspektiven wieder zurecht.

Christl Greller,

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Ernst Smole, 25. Februar

Das vernachlässigte Schulsystem

Viel zu lange haben die Schulbehörden die Augen vor der Wirklichkeit verschlossen. Die Realitätsabschottung war schon in den ehemaligen großen Koalitionen erkennbar. Einerseits scheute ein Koalitionspartner die Mehrkosten für effektivere Bildungsausgaben, andererseits scheute der zweite aus ideologischen Gründen überfällige Korrekturen im System.

Die Jugend ist auch das Zukunftskapital einer Gesellschaft. Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen beherrschen laut Wiener Wirtschaftskammer 60 Prozent der Bewerber für einen Lehrplatz nur mangelhaft.

Das Verständnis der Elternrolle hat sich auch gewandelt. Keine Frage, Eltern haben die wachsende Fähigkeit des Kindes zu selbständigem Handeln zu berücksichtigen. Das entbindet sie aber nicht von der Pflicht, in Fragen der Ausbildung die Neigung und Eignung des Kindes zu beachten und zu fördern. Das ist keineswegs die Aufgabe des Staates!

"Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beginnt nicht in der Fabrikhalle oder im Forschungslabor. Sie beginnt im Klassenzimmer." (Lee Iacocca)

Wilma Kropf,

per E-Mail