Die Türkei will Migranten in die EU weiterziehen lassen

Folgendes Worst-Case-Szenario könnte künftig eine Herausforderung für die EU darstellen: Zehntausende Migranten überwinden die EU-Außengrenze und streben über die Balkanroute nach Mitteleuropa. Niemand weiß, ob unter den Migranten IS-Sympathisanten oder am Coronavirus Erkrankte sind. Nicht zu unterschätzen ist, dass das Coronavirus auch aus dem Iran nach Afghanistan und in den Nahen Osten getragen werden könnte.

Damit dieser Worst Case nicht eintritt, ist der effektive Schutz der EU-Außengrenze so wichtig. Mittelfristig wäre die Bekämpfung der Fluchtursachen vor Ort eine nachhaltige Aufgabe der EU. Hierzu bräuchte es jedoch den politischen Willen mit entsprechendem Durchsetzungsvermögen.

Oberst iR Kurt Gärtner,

4600 Wels

Pamela Rendi-Wagner
befragt die Parteibasis

Seit die SPÖ aus der Machtposition des Mitregierens gestürzt wurde, ist sie in eine tiefe Sinnkrise verfallen. Und jetzt kommt aus den eigenen Reihen eine Revolution: Die Parteichefin Pamela Rendi-Wagner wendet sich direkt an das Fußvolk der Partei, unter Umgehung der Parteioberen. Das hat man nun davon, dass man eine Quereinsteigerin zur Parteichefin gemacht hat; eine, die keine Berufspolitikerin und keine alte Parteisoldatin ist und noch dazu eine Frau!

Die Frage, ob die SPÖ sich in Richtung einer modernen Partei mit Basisdemokratie ändern kann, werden jetzt die kleinen Parteimitglieder entscheiden. Es wird sich zeigen, wie weit sie sich überhaupt noch für ihre Partei engagieren.

Peter F. Lang,
per E-Mail

Die SPÖ weiß Rendi-Wagner nicht richtig zu schätzen

Pamela Rendi-Wagner ist das Beste, was die SPÖ seit langem hervorgebracht hat. Sie sollte ihre eigene Partei gründen, sie würde sicher reüssieren.

Peter Stumvoll,

1160 Wien

Zum Gastkommentar von
Gerfried Sperl, 4. März

Parteifunktionäre fürchten
um ihre Positionen

Danke für den ausgezeichneten Gastkommentar. Ich habe den Eindruck, dass in der SPÖ die Apparatschiks und alteingesessenen Funktionäre mit allen Mitteln um ihre "Leiberln" kämpfen, da sie ja ohne die Partei, in Abwandlung eines Zitats von Fred Sinowatz, nichts sind. Der Verlust des Mandates wird als die persönliche Tragödie schlechthin befürchtet. Die an sich sehr bedauerliche zusätzliche Schwächung der eigenen Partei wird da hingenommen.

Dr. Dieter Scholz,

1040 Wien

Zum Artikel vom 29. Februar

In der Wirtschaftskammer
agieren nicht nur Parteilisten

Ich erlaube mir, darauf hinzuweisen, dass meine Fraktion, die parteifreie Fachliste der gewerblichen Wirtschaft, in der Wiener Kammer bis ins Präsidium, in der Salzburger Wirtschaftskammer bis in die Sparten und auch in der Wirtschaftskammer Österreich vertreten ist. Gerade der Umstand, dass wir als einzige Fraktion tatsächlich parteifrei arbeiten können, brachte uns beim Einholen der Unterstützungs- und Zustimmungserklärungen für die Wirtschaftskammer-Wahl großen Zuspruch.

KommR Günter Rittinger,

Landesgeschäftsführer der
Fachliste der gewerblichen
Wirtschaft

Zum Artikel von Peter Payer,
29. Februar

Erinnerungen an das
alte Gartenbaukino

Zu dem Artikel über die Wiener Kinos möchte ich ergänzen, dass es das Gartenbaukino auch vor den 1960ern gab, in einem meiner Erinnerung nach kaisergelben, neobarocken, niedrigen Gebäude, das, glaube ich, wirklich früher der Wiener Gartenbaugesellschaft gehörte. Es wurden dort US-Breitwandschinken gespielt, die ich mit meinem Vater als junges Mädchen in den 1950ern begeistert angeschaut habe. "Das Gewand" hab ich sogar zweimal besucht. Für mich war der Neubau in den 1960ern dann ziemlich enttäuschend.

Monika Schuecker,

per E-Mail

Zum Artikel von Christian
Schacherreiter, 22. Februar

Wie der Linksliberalismus
in die Krise geriet

Bravo! Selten so eine objektive und sogar selbstkritische Betrachtung gelesen. Mich wundert es, dass solche Artikel in der heutigen Zeit noch abgedruckt werden. Danke dafür an die Redaktion - bitte mehr von nicht nur realitätsfremden, linksideologisch verträumten Beitragsspendern!

Ursula Benes,

per E-Mail

Ein neuartiger Vorsatz
für die Fastenzeit

Und wieder einmal klopft die Fastenzeit an unser Gewissen: Eigentlich sollten wir weniger Zucker und Fett und Sitzen und Plastik und Auto und Flieger und so weiter . . . Wie lange muss ich radeln, laufen, auf dem Trampolin hüpfen, um ein Stück Schoko-Sünde wieder loszuwerden?

In der Fastenzeit verzichtet man gerne auf dies und das. Auf das Fernsehen, vielleicht ein wenig auf das Auto und ab und zu auf sein Smartphone. Warum verzichten wir nicht auch auf Dinge wie Neid, Eifersucht, Missgunst und abwertendes Reden über andere hinter deren Rücken? Verzichten sollten wir auch auf Hass und Hetze in der realen wie in der virtuellen Welt.

Verzichten wir auch auf die Bevormundung durch sogenannte Experten und klickgeile Influencer. Benutzen wir stattdessen wieder einmal den eigenen Hausverstand, der so wie unser Fahrrad verstaubt im Keller herumsteht.

Michael M. Bauer,

8020 Graz