Zum Leitartikel von
Walter Hämmerle, 10. März

Corona-Epidemie als Test
der Gesundheitssysteme

Meine Hochachtung zu diesem Leitartikel! Für uns alle eine Erinnerung, wie wertvoll unsere solidarischen Systeme der Gesundheit oder auch das Pensionssystem sind. Man kann nur hoffen, dies möge auch Systemkritiker und Staatsverweigerer überzeugen. Traurig genug, wenn es dazu pandemische Szenarien braucht.

Und würde man unterstellen wollen, dass der Umbau unserer Sozialversicherung inklusive der ÖGK eine mutwillige Verschlimmbesserung darstellt, zur Vorbereitung einer Privatisierung des Solidarsystems, dann sollten auch hier die Alarmglocken läuten.

Michael Träger,

per E-Mail

Zurück zu Heim,
Familie und Kindern

Das Coronavirus stellt alles auf den Kopf. Weil im Nachbarland Italien die Verbreitung des Virus das ganze Land unter Quarantäne zwingt, hat man sich - spät aber doch - auch in Österreich zu Maßnahmen durchgerungen, die eine Epidemie aufhalten sollen. Die Schließung aller Museen und Universitäten, das Verbot von Veranstaltungen über 100 Personen und jetzt die Schließung der Schulen machen es möglich, dass wieder die Familie in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerät.

Wenn die Schulen geschlossen sind, wer beaufsichtigt dann die Kinder? Die Hausfrau vergangener Tage ist ja aus der Mode gekommen, die Mütter sind nun berufstätig, nicht zu Hause und fallen tagsüber für die Kinderbetreuung und -versorgung aus.

Aber jetzt durch das Coronavirus wird das alles hinterfragt. So werden viele Mütter sich Urlaub nehmen oder von zu Hause mittels Telearbeit ihrem Brotberuf nachkommen. So wird aus der Not heraus beinahe die "heile Welt" der frühen Sechzigerjahre vorübergehend wiederhergestellt.

Helwig Leibinger,

1020 Wien

Sich besinnen in
Zeiten der Epidemie

Die Menschen haben - außer sich selbst - nur einen einzigen Feind: die Viren. Wer jagt die Menschen? Selten wird einer von einem Löwen gefressen, der Mensch bringt sich höchstens selber um oder eben die Viren versuchen es.

Viren hätten die Möglichkeit, die Menschheit erheblich zu reduzieren. Ebola hat es versucht, aber da ist der Mensch schnell dazwischengekommen. Zika hatte auch keine Chance. Wie geht es weiter? Schafft es ein Virus, die Menschheit zu dezimieren? Im Moment kommt uns dieses Szenario als möglich vor.

Die Ursache allen Übels auf der Welt scheint die massenhafte Vermehrung der Menschen zu sein. Haben wir jetzt die Chance, bei dem vergleichsweise harmlosen Virus uns zu besinnen? Demütiger zu werden, bescheidener, einfacher, vernünftiger? Weniger zu verprassen, weniger sinnlose Dinge zu tun, weniger zu wollen und anzuhäufen?

Dr. Lucia Kautek,

1190 Wien