Zum Gastkommentar von
Ulrich Körtner, 12. März

Demokratie, die sich
zu wehren weiß

Ulrich Körtners Kommentar ist wie immer fein ausgewogen und höchst erfreulich zu lesen. Nur eines irritiert mich: Dafür, dass auch die Demokratie nicht ihren Feinden in die Hände arbeiten darf, ist "wehrhafte Demokratie" als Begriff sehr unglücklich gewählt. Ich bin sicher nicht der Einzige, der sich da an Ewald Stadlers "wehrhaftes Christentum" erinnert fühlt.

Dr. Roland Kadan,

1140 Wien

Unbekannte Risiken der 5G-Mobilfunktechnik

Ein erster Bericht zur Technikfolgeabschätzung "5G-Mobilfunk und Gesundheit" für das Österreichische Parlament warnt vor Risiken. Es bestünden "erhebliche Wissenslücken" über die Sicherheit von 5G für die Gesundheit, sodass eine Anwendung in Frage gestellt ist. Nach den Prinzipien der Schadensvermeidung und des Vorsorgegebots sei ein 5G-Moratorium (Aufschub) notwendig.

Laut Bericht "scheinen die verfügbaren Befunde auszureichen, um die Existenz biomedizinischer Effekte zu demonstrieren und das Vorsorgeprinzip anzuwenden, exponierte Personen als möglicher Weise gefährdet einzustufen und die geltenden Grenzwerte zu überarbeiten." Also: Sorgen wir vor!

Walter Koren,

4560 Kirchdorf

Berichte und Analysen
über das Bundesheer

Es tut sich eine Kluft auf: Materien und Zusammenhänge legen an Komplexität bis hin zur schieren Unüberblickbarkeit zu, in der Berichterstattung dagegen ist Knappheit Trumpf: Einspalter, Kurzkommentare, 30-Sekunden- Pitches. Und als Konsument fühlt man sich trügerischerweise gut informiert.

Die Berichterstattung über das Bundesheer in der "Wiener Zeitung" ist das exakte Gegenprogramm zum hochproblematischen, omnipräsenten Diktat der printmedialen Verkürzung. Als einzige Tageszeitung in diesem Land wird sie der heute so bedeutenden Differenziertheit dadurch gerecht, dass sie ihr breiten Raum im Interesse der inhaltlichen Tiefe gibt. Dies ist nicht zuletzt ein unbezahlbarer Dienst am orientierten Funktionieren der Demokratie. Danke!

Ernst Smole,

1080 Wien