Zum Artikel von Simon Rosner,
14. März

Einschränkungen für
eine sehr lange Zeit

Barbara Prainsack thematisiert die Grenzen der Solidarität und meint, dass die nächsten Wochen eine Herausforderung für die Gesellschaft würden - während der Grafik zum Artikel zu entnehmen ist, dass Sozialkontakte nicht nur während der nächsten Wochen, sondern 400 Tage ab dem Tag der ersten Infektion um 25 Prozent reduziert bleiben müssten. Dass die Gesellschaft Geschäftsschließungen und Ausgangsbeschränkungen so lange hinnehmen wird, kann ich mir nicht vorstellen.

Mag. Michael Müllner,

3830 Waidhofen an der Thaya

Harsche Kontrollen
der Polizei in Parks

Am Donnerstag saß ich im Kurpark Oberlaa alleine an einem Tisch, nachdem ich einige Runden gelaufen war. Ich war 100 Meter oder mehr vom nächsten Menschen entfernt. Ich beobachtete einen Polizeihubschrauber, der immer wieder über den Park flog. Plötzlich ertönte aus einem Lautsprecher eine forsche Stimme: "Das Sitzen auf Parkbänken wird mit 3600 Euro bestraft. Verlassen Sie sofort die Bank und gehen Sie nach Hause!"

Ein Polizeiauto fuhr quer über die Wiesen, um alle Leute zu vertreiben, obwohl es keinerlei Ansammlung von Menschen gab und auch überall Abstand. Eine reine Schikane! Es wäre vernünftiger, die Polizei würde Gratis-Schutzmasken verteilen.

Peter Stumvoll,
1160 Wien

Durch die entvölkerte
Wiener Innenstadt

Wenn man dieser Tage rund um den Stephansplatz seine Einkäufe tätigt, kommt man sich recht einsam und verlassen vor. Dort und da taucht dann doch vereinzelt eine Person auf. Man fühlt sich an die in alten Italo-Western zelebrierten Geisterstädte erinnert, wo der Held über die Hauptstraße geht und der Wind vertrocknete Büsche vorbeiweht. Jeder geht jedem aus dem Weg. Schwer bepackt schleppt man seine Einkäufe heim und ist froh, wieder im sicheren Zuhause zu sein.

Helwig Leibinger,

1020 Wien