Zum Gastkommentar von
Paul Reinbacher, 21. März

Rationalität allein ist in der Corona-Krise nicht genug

Paul Reinbacher hat zwar mit Augenmaß einen Rundumschlag gegen Jugendbewegungen wie Fridays For Future und "naiven" Aktionismus vollführt, er ist dabei letztlich aber argumentativ in seine eigene Falle getappt.

Denn wer meint, mit Polarisierung gegen den jüngeren Teil unserer Gesellschaft für Ausgleich sorgen zu können, der tut in der gegenwärtigen globalen Krisensituation das Gegenteil von dem, was er möglicherweise möchte. Sachlichkeit und evidenzbasiertes Handeln sind zwar zur Ersteinschätzung gefordert, dabei dürfen aber Bauchgefühl und Instinkt der betroffenen Menschen nicht durch Rationalität abgekanzelt werden. Retten wir uns gemeinsam, aber mit Herz und Hirn!

Ing. Heinz Mutzek,

1220 Wien

Nicht nur Viren können ansteckend sein

Ein Ansteckungsmechanismus geistiger Art, parallel zu dem der Coronaviren, waltet auch im Einkaufsverhalten der Wiener. Nachdem einige große Mengen Klopapier kauften, machten das sehr viele andere nach, getreu dem Motto: Es muss einen Sinn haben, wenn es so viele machen. Derzeit kommen Produktion und Anlieferung noch nach. Wenn aber weiter jeder Einkaufswagen halb mit Klopapier gefüllt ist, werden bald Grenzen sichtbar werden.

D.I. Ewald Pangratz,

1130 Wien