Gesundheitsfragen sind
keine Kompetenz der EU

Verträge, und die EU ist ein Vertrag unter Mitgliedsstaaten, sind eben nur so gut, wie diese alle gemeinschaftlichen Belange abdecken. Gesundheit ist in der EU eben nicht als Gemeinschafts-Kompetenz gesehen worden (wie auch in Deutschland und in den USA). Ob sich das nunmehr ändern wird, ist als schwierig zu erachten. Von den EU-Granden wäre zumindest eine sofortige Empfehlung zu erwarten gewesen.

Jedenfalls dürfte es notwendig sein, die kategorische Durchfahrtsperren zu beenden. Dazu wäre es sinnvoll und denkbar, EU-Korridore insbesondere über Autobahnen zu vereinbaren, um den Transit für Heimkehrer innerhalb der EU zu garantieren. Die Nutzer dürften nur die Autobahnen im Transitland, außer in Notsituationen, nicht verlassen.

Wolfgang Riemer,

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Die Krise zeigt, auf wen
es wirklich ankommt

Krisenzeiten haben den Vorteil, dass vieles, was bisher als selbstverständlich erachtet wurde, hinterfragt wird. Wenn bisher mit dem Hinweis auf die (angeblich) große Verantwortung exzessive Gehälter für Spitzenmanager gerechtfertigt wurden, ist mittlerweile hoffentlich klar geworden, auf wessen Schultern die Verantwortung wirklich liegt - und zwar auch in "normalen" Zeiten.

Es ist die arbeitende Bevölkerung in den Gesundheits- und Pflegeberufen, in den Supermärkten, im öffentlichen Nahverkehr, in den Reinigungsdiensten, bei der Müllabfuhr. In diesen gesellschaftlich unverzichtbaren und vielfach von Frauen ausgeübten Berufen stehen die Gehälter allerdings in keinem Verhältnis zur tatsächlich erbrachten Leistung.

Es wäre hoch an der Zeit, diese Leistungen durch entsprechende Entlohnung und bessere Arbeitsbedingungen zu honorieren. Dann hätte die Corona-Krise auch etwas Positives bewirkt.

Brigitte Huber,

per E-Mail