Ein Solidarbeitrag
der Pensionisten

Als Pensionist (71) zähle ich zwar zur vom Coronavirus am meisten gefährdeten Risikogruppe, bin aber von den sonstigen Risiken (Arbeitsplatzverlust, Kurzarbeit, Einkommensausfall) nicht betroffen. Während viele Menschen jetzt höhere Belastungen auf sich nehmen müssen, bleiben wir Pensionisten, abgesehen vom verschmerzbaren Verzicht auf ein paar Vergnügungen, von gravierenden Einbußen verschont.

Aufgrund der zu Recht verordneten Vermeidung von direkten Kontakten können wir auch nirgends aktiv aushelfen. Daher schlage ich vor, dass wir Pensionisten wenigstens einen finanziellen Solidarbeitrag in der Form leisten, dass für die Pensionsauszahlung Ende April bei der Abrechnung des sogenannten Urlaubsgeldes nicht der bei Sonderzahlungen übliche, niedrigere Lohnsteuersatz zur Anwendung kommt, sondern heuer ausnahmsweise der normale Steuersatz.

Die daraus resultierende Nettodifferenz würde bei der derzeitigen Anzahl an Pensionsbeziehern - auch, wenn man die niedrigsten Renten davon ausnimmt - der Staatskasse einen dreistelligen Millionenbetrag zuführen. Das wäre hilfreicher als tägliche Balkongesänge um 18 Uhr, und für die PVA bedeutet es einen minimalen administrativen Aufwand.

Wolfgang Doležal,

2721 Bad Fischau-Brunn

Immerhin eine
Beschränkung weniger

Da sich das Coronavirus auf der ganzen Welt verbreitet hat, wurde eine Reihe von Beschränkungen erlassen, und Australien ist nicht anders. Wir sind auf Stufe 2: Das bedeutet, dass Schulen geschlossen sind, Coffeeshops nur Kaffee zum Mitnehmen verkaufen können und ich meinen Musikunterricht per Skype machen muss.

Vor kurzem kündigte der Premierminister die Lockerung einer Einschränkung an: Die Dauer eines Friseurtermins ist nicht mehr auf eine halbe Stunde begrenzt. Eine seltsame Maßnahme und ohne Konsequenz für mich, da ich eine Glatze habe.

Dennis Fitzgerald,

Melbourne, Australien

Leserlob für gute Zeitungsarbeit

Ich darf der Redaktion zu der Ausgabe vom 1. April gratulieren:

Erstens ist der Leitartikel über verdrängte Corona-Probleme sehr gut gelungen.

Zweitens war der Artikel über Zahnschmerzen aufbauend - wie viele Österreicher helfe ich mir mit Schmerzmitteln über die (Corona-)Runden.

Drittens war Severin Groebners "Der Scherz ist kein Witz" köstlich und Corona-frei.

Viertens war die ganze Kolumne über "Zwanghaftigkeit in Zeiten von Corona" von Robert Sedlaczek bestens.

Fünftens habe ich zuerst gar nicht bemerkt, dass die Rubrik, die männliche Leser am Ende einer Zeitung tröstet - der Sportteil - Corona-bedingt fehlte.

Danke der ganzen Redaktion, dass Sie in Zeiten wie diesen Ihren Job so vorzüglich machen!

Univ. Prof. Dr. Dr. Walter Feigl,

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