Eine Verstaatlichung
von Schlüsselbereichen

In wirtschaftlich guten Zeiten wollen große Konzerne so wenig wie möglich mit dem Staat zu tun haben, aber kaum fürchtet ein Unternehmen um seinen Gewinn oder gar um seinen Weiterbestand, schreit man nach dem Staat wie das Kind nach seiner Mama. Die aktuelle Krise hat wohl hinlänglich bewiesen, dass in gesellschaftlich sensiblen Branchen (Stichwort: Gesundheit) öffentliche Dienstleistungen einfach verlässlicher sind. Eine (Wieder-)
Verstaatlichung der AUA und anderer Schlüsselbereiche wäre dezidiert im Interesse der Allgemeinheit.

Magda Novak,

per E-Mail

Ein Beitrag der
reichen Österreicher

"Gemeinsam schaffen wir das!" Ein schöner Wahlspruch in Zeiten von Corona. Ist damit gemeint, dass Herr und Frau Österreicher zu Hause bleiben und - wenn sie ihren Job verlieren - sich noch mehr darauf konzentrieren sollen, wo sie wohl noch mehr einsparen können? Man fragt sich, wo die reichen Österreicher sind, wenn sie das Wort "gemeinsam" hören. In Amerika lassen Milliardäre wenigstens ein bisschen Geld locker. Wo aber ist Herr Mateschitz, immerhin der reichste Österreicher?

Martina Christian,

1050 Wien

Übertriebene Maßnahmen gegen die Pandemie

Die Wirtschaft ist beinahe lahmgelegt, die Grenze Vorarlbergs zur Schweiz ist gesperrt. Die Krankenhäuser sind, ähnlich wie in der Schweiz, nur zu 25 Prozent belegt, schwere Covid-19-Erkrankungen liegen ebenfalls im Promille-Bereich, aber wir "schützen unser subers Ländle"! Zwar werden durch den Warenverkehr und rund 14.000 Grenzgänger/innen Keime hin- und hergeschleppt, aber dies übersehen wir großzügig. Nicht so großzügig ist die Exekutive, denn seit Mitte März gab es österreichweit mehr als 25.000 Anzeigen, etwa weil die Abstandspflicht missachtet wurde.

Werner Frank,

6912 Hörbranz