Österreich muss seine Potenziale nützen

Der Tourismus ist zwar der wichtigste Wirtschaftszweig, aber Bemühungen, die Wirtschaft wieder hochzufahren, sind vergeblich, wenn sie nicht auf Basis des vielzitierten "Miteinanders" umgesetzt werden. Kassandrarufe über das Ausbleiben des deutschen Gastes sind unangebracht. Vielmehr sollten wir das große Potenzial, das sich in allen Bereichen bietet, nützen. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern befindet sich Österreich dank des mitunter zwar strengen, aber umsichtigen Krisenmanagements der Regierung in einer guten Startposition.

Dorothea Nahler,

1130 Wien

Diese Pandemie ist nur
ein Vorgeschmack

Vermutlich stecken wir schon mittendrin im Shutdown unseres Planeten. Der Mensch hat sich die Erde wohl etwas zu viel untertan gemacht. In Milliarden von Jahren entstandene ökologische Balancen wurden binnen ein paar Jahrzehnten zertrümmert. Die Lebensvielfalt schwindet, den Feldern geht das Wasser aus und der industrialisierten Landwirtschaft fehlen importierte Billigarbeiter.

Alles ist global verzahnt und verkettet. Wer soll das reparieren? Da reden wir noch gar nicht vom Mysterium der Finanzsysteme und deren Wirtschafts(un)ethik. Die Digitalisierer jubeln und meinen, die (gewinnbringende) Lösung zu haben mit Homeoffice, Homeschooling, Videokonferenzen und Tracking-Apps. Was aber, wenn ein Nachfolgevirus Covid-20 im Glasfaserkabelsalat des Word Wide Web auftaucht?

4222 Fritz Baumgartner,

St. Georgen/Gusen

Die Corona-Krise
lehrt Bescheidenheit

Wie ich, so wünschen sich alle Menschen, dass die Corona-Pandemie so bald wie möglich besiegt sein wird. Vielleicht haben die zum Schutz gegen eine Ansteckungsgefahr drastisch anmutenden Anordnungen manche dazu geführt, zu erkennen, dass man, um leben zu können, weit weniger benötigt als bisher angenommen und konsumiert. Bin ich womöglich der Einzige, der so denkt?

Hans Gamliel,

CH-9400 Rorschach