Zum Artikel von Bernd Vasari, 2./3. Mai

1500 Euro fix für alle
im Pensionsalter?

Es wird in dem Artikel nicht erklärt, wie die 1500 Euro netto finanziert werden sollen. Aus dem Bundesbudget? Aus den Pensionsbeiträgen, die Dienstgeber und Dienstnehmer derzeit entrichten? Und wenn der Anreiz der Unternehmer, in eine Firmenpension einzuzahlen, mit der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers argumentiert wird, so fragt man sich, in welcher Welt diese Experten leben. Auch kann in eine private Pensionsversicherung nicht jeder so viel einzahlen, wie er möchte, sondern nur so viel, wie er erübrigen kann, wobei dieser Wert bei den beiden exemplarischen Fällen des Artikels bei null liegen dürfte.

RgR Johann Koss,

1100 Wien

Ein "Pop-up-Radweg"
auf der Praterstraße

Mit dem Begriff "Pop-up" wollen die Grünen ihre unverschämte Zwangsmaßnahme aufpeppen. Bei "Pop-up" aber denke ich an lästige Reklame am Bildschirm, die keiner will. Am Computer kann man sich mit einem Klick helfen und das lästige Pop-up ist futsch. Nicht so aber in der realen Welt in der Praterstraße (und ab 16. Mai auf der Wagramer Straße).

Jeden Tag zu den Stoßzeiten in der Früh und am Abend gibt es für die Autos einen Megastau. Der wird nun noch ärger werden, sagen die Anrainer voraus.

Helwig Leibinger,

1020 Wien

Maskiert, auf Distanz
und nicht berühren

Es gab eine Zeit, da konnte ich als Ärztin schon an der Mimik meines Patienten erkennen, wie es ihm geht. Und ein sichtbares Lächeln meinerseits hat beim Patienten vielleicht manche Angst relativiert. Ich konnte einem besorgten Vater die Hand auf die Schulter legen oder eine weinende Mutter in den Arm nehmen. Ich konnte dem Patienten durch meine offene Nähe signalisieren, dass ich mit ihm fühle. Nicht so wie jetzt, da wir einander verhüllt und auf Abstand begegnen, als wären wir Gift füreinander. Lang, lang ist’s her.

Dr. Lucia Kautek,

1190 Wien