Zum Gastkommentar von
Katharina Nora Bruhn, 9. Mai

Gesundheitsrisiken bei Menschen ohne Dokumente

Für Menschen, die undokumentiert bei uns arbeiten - oft in "Systemerhalterjobs" -, gibt es weder Homeoffice noch Kurzarbeit oder Krankenstand: "Das führt dazu, dass sie vor die unmögliche Wahl gestellt werden, bei Krankheitssymptomen (...) entweder ihre Mitarbeiter anzustecken oder sich und ihre Familien hungern zu lassen." Wenige Tage nach diesem Gastkommenater hatte Deutschland einen Corona-Hotspot in einer fleischverarbeitenden Firma, die solche undokumentierten Arbeiter beschäftigte. Und dann wir in Österreich einen Fall in einem Post-Verteilerzentrum.

Früher dachten wir, das Problem beträfe nur die Leiharbeiter selbst: Dieser Egoismus fällt uns nun auf den Kopf. Nach Schätzungen von Caritas und Rotem Kreuz gibt es bei uns rund 100.000 Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen. Da haben wir vermutlich mehrere Zeitbomben mitten unter uns.

D.I. Ewald Pangratz,

1130 Wien

Das beste Medikament
in der Corona-Pandemie

Zuerst hatten wir alle Angst zu sterben. Jetzt haben viele auf einmal Angst, belogen und betrogen worden zu sein. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Was hilft? Versuchen Sie es mit der Wahrheit. Auch wenn’s wehtut, doch sie macht frei.

Walter Koren,

4560 Kirchdorf

Erhellende Darstellungen
ökonomischer Hintergründe

Spät, aber doch eine kleine Stellungnahme zu zwei Beiträgen der Ausgabe des "Extra" vom 2. Mai, weil ich diese so ausgezeichnet fand. Ganz besonders angetan war ich von Reinhard Heinischs "Kritik der moralischen Ökonomie": Diese Analyse der Machtverhältnisse innerhalb der EU fand ich interessant, sogar spannend, gut lesbar und sie brachte mir neue Einblicke zum besseren Verständnis der EU-Politik.

Ebenfalls sehr informativ war der Beitrag von Franz Leander Fillafer "Der Neoliberalismus, ein Kind aus Wien" aufgrund der dichten Darstellung der Geschichte des Neoliberalismus; ein gelungener Überblick für Interessierte, den ich sehr schätze.

Beides mit Freude gelesen.

Heidrun Pirchner,

1080 Wien