Zum Artikel von Bernd Vasari,
16. Mai

Guter Kaffee auch in
der Zeit vor Nespresso

Die Behauptung, vor Nespresso habe es nur "schal schmeckenden Filterkaffee" gegeben, ist aus mehreren Gründen Unsinn. In Bars und Restaurants gab und gibt es professionelle Kaffeemaschinen und praktisch nirgends Filterkaffee. In Österreich stehen Namen wie Julius Meinl, Naber, Hornig sowie der Kaffeemaschinenhersteller Schärf für erstklassigen Kaffee. Im privaten Bereich waren die italienischen Espressomaschinen, die technisch genauso funktionierten wie die im Artikel gepriesenen Kapselmaschinen, häufig im Gebrauch.

Die Filterkaffeemaschinen hielten um Mitte der Siebzigerjahre Einzug in die privaten Haushalte und haben einen großen Vorteil: Durch die Warmhaltefunktion kann über längere Zeit warmer Kaffee angeboten werden, etwa bei Veranstaltungen oder Buffets.

Eine Kapselmaschine kann sicherlich guten Kaffee machen und hat in Büros oder im Haushalt ihre Berechtigung. Aber guten Kaffee gab es auch vor 2005!

Christian Daubal,

3400 Klosterneuburg

Gelungene Maßnahmen zum Schutz älterer Menschen

Meine Mama, seit kurzem 88 Jahre alt, lebt in einem Pensionistenwohnhaus des Fonds Soziales Wien. Sie fühlt sich dort sehr wohl. Als die Corona-Krise kam, wurde das Haus für Besucher geschlossen. Das Essen wurde in die Wohnungen gebracht, die Bewohner konnten sich im Haus und Garten (mit Abstand) frei bewegen und mussten keinen Mundschutz tragen. Das Personal trug Masken, hatte Handschuhe an und überall gab es Desinfektionsmittel. Am 7. Mai wurden alle im Haus getestet: 100 Prozent negativ.

Es wurde alles getan, um die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft zu schützen, und ich bin sehr dankbar für die Maßnahmen. Es gab einige Bewohner, die damit nicht einverstanden waren, aber nachträglich froh darüber sind, gesund zu sein. Hätten sie die Möglichkeit gehabt, nach draußen zu gehen, hätte es sicher viele positive Fälle gegeben.

Brigitte Blaim,

1170 Wien