Zum Artikel von Sonja Gerstl,
6. Juni

Kritik an "Kühler Meile"
in der Zieglergasse

Die negative Grundstimmung dieses Artikels ist nur schwer erträglich. Aber es wäre auch das erste Mal, dass bauliche und bürgerfreundliche Innovationen nicht schon von vorneherein abgewertet worden wären. Donauinsel, Mariahilfer Straße etc. ist es nicht anders ergangen. Zuerst wird einmal gejammert. Das ist eben auch Wien.

Wolfgang Drexler,

per E-Mail

Zum Leitartikel von Simon Rosner, 2. Juni

Kein Interesse am Ende
des Amtsgeheimnisses

Schön, dass die "Wiener Zeitung" der Informationsfreiheit und damit implizit der Abschaffung des Amtsgeheimnisses einen Leitartikel widmet. Beklagt wird darin, dass dieses Vorhaben bei diversen Regierungskonstellationen in der Vergangenheit zu einer "never ending story" verkommen ist.

Warum wohl? Das Interesse der Bevölkerung an dieser Thematik ist endenwollend. Erwartungsvoll sind vorwiegend Medien, die dunkle Geheimnisse ans Licht zerren und damit Geld verdienen wollen, und oppositionelle Politfunktionäre, die sich darauf freuen, der Regierung eins auswischen zu können. Wenn’s hoch kommt - 1000 Menschen.

Dr. Werner Milota,

1130 Wien

Zum Artikel von Björn Hayer,
30. Mai

Groß in Literaturkritik
und Sprachpflege

Als Abonnement der "Wiener Zeitung" habe ich mich schon oft über die ganz hervorragenden Beiträge im wissenschaftlich-technischen sowie im medizinischen und literarischen Bereich gefreut.

Mit dem Beitrag "Bitte keine Langeweile!" wurde Marcel Reich-
Ranicki ein literarisches Denkmal gesetzt, das die Grandiosität dieses Literaturkritikers würdigt, die auch die unbeugsame Verteidigung der deutschen Sprache miteinschließt. Das Letztere würde ich - wegen der meist unnötigen Verwendung von Anglizismen - allen heutigen Journalisten und Autoren zur Nachahmung sehr empfehlen, um wieder zu unserer doch so prägnanten deutschen Sprache zurückzukehren.

Gottfried L. Leitner,

1010 Wien