Zum Leitartikel von
Walter Hämmerle, 9. Juni

Staatliche Hilfe für
Austrian Airlines

Die Regierung ist gut beraten, der AUA mit 450 Millionen Euro unter die Arme zu greifen und damit die Arbeitsplätze zumindest einmal für zehn Jahre weitgehend zu erhalten. Was verabsäumt wurde, sind potenzielle Eingriffsrechte in strategische Grundsatzentscheidungen, die den Standort betreffen. Wie man das macht, hat Frankreich gezeigt, wo man die Unterstützung für Air France sogar an operative Mitbestimmungsrechte geknüpft hat.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Garantie für zehn Jahre -
und was dann?

Der Staat zahlt und hat wieder eine ominöse Zehnjahresfrist gesetzt, um die AUA in Wien zu halten. Hat man denn aus dem Semperit-Debakel nichts gelernt? Bei Semperit hat man damals, kaum waren die zehn Jahre um, alle Maschinen abgebaut und an einen ausländischen Standort gebracht.

Ernst Wiedermann,

per E-Mal

Eine Großdemonstration
trotz Covid-Maßnahmen

Man kommt sich wie ein Trottel vor, wenn man gesetzeskonform mit aufgesetzter Schutzmaske ein fast leeres Geschäft betritt und dann in der "ZiB" auf der Anti-Rassismus-Demo in Wien Zehntausende auf engsten Raum ohne Mund-Nasen-Schutz sieht. Gegen Rassismus wird zu Recht demonstriert, doch Covid-19 ist heimtückisch und verbreitet sich rasch, sodass auch Leute infiziert werden können, die gar nicht an der Demo teilgenommen haben. Diese ist somit ein interessanter Testfall für die Verbreitung des Coronavirus im Freien.

Kurt Gärtner,

4600 Wels

Die Gefahr einer weiteren Verbreitung des Virus

Die rassistischen Übergriffe der US-Polizei sind absolut zu verurteilen - da gibt es keine Diskussion! Entsprechende Demos in den USA sind richtig und wichtig, und wenn sie Donald Trumps Abwahl im November bewirken, dann ist George Floyd nicht umsonst gestorben. Müssen aber in Wien 50.000 Demonstranten auf die Straße gehen und in Corona-Zeiten große Ansteckungsgefahr in Kauf nehmen oder gar auslösen?

Günter Braun,
1020 Wien