Zum Artikel von Edwin
Baumgartner, 4. Juni

Die Chiffriermaschine
der Nationalsozialisten

Der Zweite Weltkrieg hätte zwei Jahre länger gedauert, hätte man (dank des britischen Mathematikers Alan Turing) die "Enigma" nicht knacken können? Wohl kaum, denn seit Stalingrad drang die Rote Armee ständig weiter nach Westen vor und die ersten Atombomben wären nicht auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen worden, sondern auf Essen und Frankfurt. Spätestens im August 1945 hätte dann das Deutsche Reich kapitulieren müssen.

Dr. Franz Rader,

1070 Wien

Zum Artikel von Karl Ettinger,
3. Juni

Warten auf Refundierung
von Wahlarzthonoraren

Nach vielen Jahren Erfahrung in der äußerst schleppenden und bescheidenen Refundierung von Privathonoraren neigt man dazu, zu resignieren. Anfang März habe ich die Honorarnote eines Wahlarztes eingereicht. Vor einigen Tagen habe ich bei der ÖGK versucht, den Stand zu eruieren. Eine äußerst unfreundliche Dame erklärte mir, dass sie derzeit den Jänner abarbeiten würde und man fünf Monate warten müsste.

Jeder hätte Verständnis für die derzeitige Situation und auch für allfällige Umstrukturierungsmaßnahmen. Das ist aber nicht das Problem. Meine jahrzehntelange Erfahrung zeigt ein Kulturphänomen: Der Zwangsversicherte ist einer höchst ineffizienten Organisation ausgeliefert. Man ist nicht Kundin, sondern Bittstellerin.

Mag. Evelyne Kromus-Steininger,

1190 Wien

Zum Artikel von Bernd Vasari,
30. Mai

Stahlbauten auch
im Brandfall sicher

Der Artikel gibt die Aussage eines Herrn Christof Weissenseer wieder, der von zusammenfallenden Stahl im Brandfall spricht. Es ist klar, dass Stahl nicht in sich zusammenfällt, wie das von der Holzwirtschaft gerne behauptet wird: Das ist grober Unfug und verunsichert die Bevölkerung. Es stirbt in Österreich niemand durch das Zusammenbrechen eines Gebäudes im Brandfall! Das sollte die Holzindustrie mittlerweile wissen.

DI Georg Matzner,
Geschäftsführer Österreichischer Stahlbauverband

Zum Artikel von Siobhán Geets,
30. Mai

Das traurige Geschäft
mit dem Leid der Tiere

Mit großer Bestürzung habe ich diesen Bericht gelesen: Ich wusste nicht, dass es einen so grauenvollen Markt für Wildtiere aller Art gibt. Das hat doch nichts mit Armut zu tun - außerdem rechtfertigt Armut nicht, hilflose Lebewesen grausam auszubeuten. Hoffentlich ist Corona eine Chance, und Menschen, die sich einbilden, die Krönung der Schöpfung zu sein, erkennen endlich, was für unseren noch wunderschönen Planeten getan werden muss.

Astrid Klar,

1060 Wien