Die Corona-Hilfen
sprengen alle Budgets

Das böse Erwachen kommt spätestens dann, wenn die Rechnungen für die Corona-Maßnahmen präsentiert werden. Die Ausgaben des Staates werden deutlich steigen und die Einnahmen entsprechend sinken, und zwar aktuellen Berechnungen zufolge um rund 13 Milliarden Euro. Wenn die Ausgaben, konservativ geschätzt, nach Abzug von Stundungen, Ratenzahlungen etc. um insgesamt 20 Milliarden steigen, ergibt sich daraus ein zusätzliches Defizit von etwa 33 Milliarden Euro.

Die vielen besonders Betroffenen, von Gemeinden über den Tourismus und die AUA als Sonderfall über die EPU bis hin zu Künstlern werden vermutlich bevorzugt behandelt. Dazu kommen die Nettoempfänger der EU, die jetzt ihre Chance sehen, und schließlich diverse "Heranführungshilfen" für zukünftige EU-Mitglieder, die allesamt keine Nettozahler sein werden. Es genügt Volksschulmathematik, um zu erkennen, dass sich das weder auf Staats- noch auf Unionsebene ausgehen kann.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Hilfsgelder müssen
klug dosiert werden

Geld ist das Schmieröl des Wirtschaftsmechanismus. Es muss im richtigen Ausmaß zugefügt werden, damit das Werkl läuft, gut läuft. Es macht aber wenig Sinn, den Mechanismus mit zu viel Schmieröl zu übergießen. Sondern stetig, aber in angemessenen kleinen Dosen, je nach Bedarf. Wenn das Werkl läuft, gut läuft, dann kann mehr zugefügt werden, wenn das Werkl stockt, dann muss Maß gehalten werden.

So sollte es jetzt auch mit den geplanten Geldspritzen für die Wirtschaft im Rahmen der Corona-Hilfe ablaufen. Es ist auch gar nicht abzusehen, wie viel da in Zukunft gebraucht werden wird. Man wird erst abwarten müssen, wie der Mechanismus wieder in Schwung kommt, wie schnell oder langsam das vor sich geht. Jetzt schon eine Gesamtsumme zu nennen und nicht vorzusorgen, dass die Hilfe jeweils nur in verträglichen Dosierungen zugefügt wird, ist unprofessionell.

Peter F. Lang,

per E-Mail