Zum Leitartikel von
Walter Hämmerle, 27. Juni

Zwei Probleme des Ibiza-U-Ausschusses

Gegen die Vernunft der Initiatoren des Ibiza-Untersuchungsausschusses spricht:

1. den U-Ausschuss vor der strafrechtlichen Aufarbeitung zu terminisieren, denn so können sich viele Auskunftspersonen der Aussage entschlagen;
2. dabei einen Stil und Ton zu pflegen, der die Bürger abstößt und so das wertvolle Instrument des U-Ausschusses entwertet.

Dr. Hermann Markut,

4600 Wels

Ein Rücktritt nach der
verbalen Entgleisung

"Die geht mir am Orsch": Die Richterin des Untersuchungsausschusses zur Ibiza-Affäre fühlt sich betroffen und zieht sich zurück. Der Neos-Abgeordneten Stephanie Krisper ist weder die Wortwahl peinlich, noch ist sie von deren Auswirkung betroffen. Nicht, dass sie sich etwa entschuldigt: Sie versucht es mit Ausreden, sie habe nicht die Richterin gemeint, sondern überhaupt das Ganze. Nicht "Die", sondern: "Das geht mir..." Oder, wenn es um die Aussagen oder um die Türkisen geht: "Die gehen mir am Orsch", hätte es heißen müssen, um bei der Wortwahl zu bleiben.

Frau Abgeordnete, entschuldigen Sie sich und ziehen Sie sich aus dem U-Ausschuss zurück!

DI Bernhard Hafner,

8010 Graz

Corona-Fälle nach Novak
Djokovics Adria-Tour

Schuldzuweisungen helfen jetzt nicht weiter. Fakt ist, dass diese Tour zu diesem Zeitpunkt nicht hätte durchgeführt werden sollen. Dass bei einer solchen Ansammlung vom Menschen auch Infizierte, die es selbst noch nicht wissen, dabei sind, kann man nicht vermeiden. Dass Novak Djokovic eine Benefiztour initiiert, ist ja lobenswert, nur der Zeitpunkt dafür war falsch. Ihm jetzt die gesamte Verantwortung zu geben, ist freilich nicht ganz fair.

Ernst Pitlik,

1220 Wien