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Michael Schmölzer, 27. Juni

Wiener Gedenktafel
für Josef Stalin

Genau wie Bernd-Christian Funk und Theo Öllinger bin ich der Meinung, dass die Anbringung von Zusatztafeln bei Monumenten und Denkmälern sinnvoller ist, als die Erinnerung an problematische Personen zu entfernen. Das gilt auch für das Umbenennen von Verkehrsflächen.

D.I. Ewald Pangratz,

1130 Wien

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Kathrin Bachleitner, 24. Juni

Eitler Aktionismus gegen umstrittene Denkmäler

So verlockend es auch ist, diesem Gastkommentar zuzustimmen: Es geht nicht. Ich stimme zu, die eigene Geschichte kritisch aufzuarbeiten. Aber eben genau das passiert nicht, indem eine Gruppe Menschen beinahe willkürlich Statuen stürzt und im Hafenbecken versenkt. Ich sehe darin vielmehr einen Akt von selbstgerechtem Aktionismus, der nur die Blüten des Unheils ausreißt, anstatt es an der Wurzel zu packen.

Das Stürzen von Statuen führt nicht zu einer vertieften Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, sondern lässt nur die Manifestation dessen verschwinden, worüber ein demokratischer, offener gesellschaftlicher Diskurs geführt werden sollte. Und nur den Methoden und Erkenntnissen der modernen Geschichtsforschung ist es zu verdanken, dass wir über Personen ausgewogen informiert sind, die in den offiziellen Quellen völlig verrissen wurden: Marcus Antonius, die Kaiser Caligula, Nero oder Commodus sind Paradebeispiele aus der römischen Geschichte dafür.

Florian Gimpl,

1200 Wien

Die Opposition im Ibiza-U-Ausschuss

Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss untersucht den Ibiza-Skandal, nämlich die Causa Strache/Gudenus. Der wahre Skandal ist aber, dass die Oppositionsparteien diesen Ausschuss schamlos manipulieren. Die Verfahrensanwältin so zu attackieren, dass sie ihre Funktion zurücklegt, ist mehr als ein Skandal. Nebenbei will man auch dem Nationalratspräsidenten unterstellen, er sei nicht unparteiisch. Alle Vertreter der Oppositionsparteien, insbesondere aber Stephanie Krisper, sollten sich genieren und ihre Mandate zurücklegen.

Mag. Franz Karl, Vizepräsident des Österreichischen Seniorenrates

Pläne einer reduzierten Landesverteidigung

Ein Staat ohne Landesverteidigung ist wie eine Wurstsemmel ohne Semmel: Danach schnappt jeder. Ich sehe die Überlegung, das Heer abzuschaffen und ein Technisches Hilfswerk aufzustellen sowie die Polizei aufzurüsten, als böse Satire. Zudem waren nach meiner Erinnerung das Innenministerium und das Verteidigungsministerium immer bei gegensätzlichen Parteien verankert, auch um Vorkommnissen wie in der Zwischenkriegszeit zu begegnen.

Ing. Ernst Steinbrenner,

3150 Wilhelmsburg