Zum Gastkommentar von
Brigitte Bierlein, 17. Juli

Private Aufsichtsräte
brauchen keine Frauenquote

Frau Bundeskanzlerin a. D. Brigitte Bierlein hat sehr umfassend beschrieben, was auf dem Weg zur Gleichstellung der Frau bereits erreicht worden ist. Mit dem Satz: "Seit 2018 müssen große und börsennotierte Unternehmen 30 Prozent der Aufsichtsratsmandate mit Frauen besetzen", wird wieder eine Diskussion begonnen, die aus meiner Sicht nicht wirklich etwas mit der Gleichstellung beziehungsweis Gleichbehandlung von Frauen zu tun hat. Der Aufsichtsrat ist das Gremium, in dem die Anteilseigner eines Unternehmens die Aufsicht und Kontrolle ausüben können und sollen. Wie kommt der Gesetzgeber dazu, für solche Unternehmen eine Frauenquote zu verfügen? Bei staatlichen Unternehmen kann das durchaus anders sein.

Sieht man sich die Entwicklung in den großen Unternehmen an, kann erkannt werden, dass offenbar weitgehend zu wenige Frauen so ein Mandat übernehmen können oder wollen, aus welchen Gründen auch immer. Es sind ja keineswegs immer Gründe, die in der Ungleichbehandlung von Frauen liegen. Was also soll die immer wieder erneute Anfachung dieser Diskussion?

Dipl. Inf. Friedrich E. Starp,

300 Gablitz/Wienerwald

Zur Kolumne von
Christian Ortner, 17. Juli

Allein durch Arbeit
wird man selten reich

Welchen Reichtum meint Christian Ortner, wenn er schreibt, der "Regalschlichter im Supermarkt" könne durch mehr Arbeit dazu kommen? Den Balkon-Klatscher-Reichtum? Reich wird man immer noch am ehesten durch die Ausbeutung von Arbeitskräften und allen voran durchs Erben.

Sabine Piribauer,

1090 Wien