Zum Artikel von

Martyna Czarnowska, 22. Juli

Doch keine Kontrolle
der Rechtsstaatlichkeit

Die Europäische Union schießt mit ihrem typischen Brüsseler Kompromiss auf Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners leider ein klassisches Eigentor. Schließlich erfordert gerade eine faire Lastenverteilung der sozialen Kosten der Corona-Pandemie sogar im besonderen Maße rechtsstaatliche Grundsätze, damit die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel bei den wirklich bedürftigen Menschen landen und nicht durch Korruption versickern.

Zudem fehlt weiterhin das in psychologischer Hinsicht so wichtige Aufbruchsignal, solange die Politiker vornehmlich von einer abstrakten Metaebene aus über die geplanten Fördertöpfe diskutieren und dabei keine konkreten inhaltlichen Schwerpunkte wie etwa im Bereich der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit setzen.

Rasmus Ph. Helt,

D-20539 Hamburg

Zum Leitartikel von
Walter Hämmerle, 21. Juli

Besonnener Blick auf
den EU-Budgetgipfel

So klingt seriöser Journalismus, wie dies Walter Hämmerle in seinem Leitartikel niederschreibt, indem er die Positiva hervorhebt, nicht ohne auch die Negativa unaufgeregt zu erwähnen. Warum sieht sich die journalistische Mehrheit bemüßigt, in Artikeln und Interviews alles aufgeregt herunterzumachen?

Wolfgang Riemer,

per E-Mail

Zum Gastkommentar von
Peter Kotschy, 21. Juli

Ungehemmtes Wachstum
der Weltbevölkerung

Peter Kotschy wünscht sich einen "Gesamtplan zur Rettung der Erde", in dem die Begrenzung des globalen Bevölkerungswachstums eine markante Stellung einnimmt. In der Tat ist es besorgniserregend, dass die Weltbevölkerung seit 1960 alle zwölf bis vierzehn Jahre um eine Milliarde zugenommen hat. 88 Prozent dieses Zuwachses entfallen auf Asien und Afrika. Empfehlungen der WHO zu Familienplanung und Geburtenregelung gibt es längst, aber sie werden als unwillkommene Einmischung der einstigen weißen "Kolonialherren" abgelehnt - also ist der Plan undurchführbar.

Dr. Franz Rader,

1070 Wien