Zum Gastkommentar von
Sabine M. Fischer, 23. Juli

Integrationsprobleme bei migrantischen Jugendlichen

Jugendliche spiegeln bekanntlich gesellschaftliche Probleme wider. Das patriarchale Selbstverständnis bei den Migrationskulturen gehört zur Kultur von Österreich vor 1968 und deshalb gibt es viele Spannungen im Alltag, aber auch schulisch und beruflich.

Schade ist, dass es kaum eine Vermischung der Kulturen gibt. Die Soziologin Edit Schlaffer plädierte für die intensive Arbeit mit den Müttern, die eine Schlüsselfunktion für die Integration haben. Dieser Ansatz wurde bis heute kaum umgesetzt.

Solange Jugendliche mit Migrationshintergrund spüren, dass sie anders als ÖsterreicherInnen sind, bleiben die Spannungen aufrecht. Die Integrationsarbeit bräuchte einen personellen Mehraufwand: Solange hier Geld und Mittel eingespart werden, darf sich niemand über Probleme wundern. Von selbst passiert Integration eben nicht, das ist eine politische Fehlsicht vieler PoltikerInnen.

Mag. Alfred Zopf,

1130 Wien

Österreichs Versäumnisse
beim Klimaschutz

Der Verkehr ist mit Abstand Österreichs größtes Klimaschutzproblem. Im Vergleich zum Jahr 1990 hat der CO2-Ausstoß des Verkehrs um 75 Prozent zugenommen. Die Sektoren Gebäude, Energie und Industrie, Abfallwirtschaft und Landwirtschaft verursachten 2019 gemeinsam um 9,1 Millionen Tonnen weniger Treibhausgase als im Jahr 1990, der Verkehr hingegen stieß um 10,4 Millionen mehr CO2 aus. Der Verkehr hat die Einsparungen der anderen Sektoren wieder zunichtegemacht.

Um den Verkehr auf Klimakurs zu bringen, ist als erster Schritt wichtig, aufzuhören das Falsche zu tun, wie beispielsweise Diesel steuerlich zu begünstigen. Die weiteren Schritte liegen aus Sicht des VCÖ auf der Hand: Rasche Umsetzung der ökosozialen Steuerreform, Infrastrukturpolitik in Einklang mit den Klimazielen bringen, Angebot für klimaverträgliche Mobilität ausbauen und verbessern.

Mag. Christian Gratzer,

VCÖ-Kommunikation