Zum Gastkommentar vom 28. Juli

Eine Erneuerung der Katholischen Sozialakademie

Ich möchte den Gastkommentar durch die Mitteilung des neuen Kuratoriumsvorsitzenden der Katholischen Sozialakademie Österreichs (KSÖ), Rainald Tippow, ergänzen: "Der Relaunch der KSÖ muss das Ziel verfolgen, Menschen und Organisationen zu unterstützen, die den gesellschaftlichen Wandel hin zu einem ,guten Leben für alle‘ aktiv mitgestalten (...) Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KSÖ gilt der ausdrückliche Dank des Kuratoriums für die unzähligen Aktivitäten, gerade weil die Gefahr im Raum steht, dass ihr langjähriges Wirken nun zu einem Abschluss kommt und ihre persönliche Zukunft ungewiss ist."

Das klingt nicht gerade nach gutem Leben für langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer katholischen Organisation. Für eine "Neue KSÖ", die eher akademisch als sozial wirken soll, setzt sich ausgerechnet der Militärbischof Werner Freistetter ein. Vielleicht wäre folgender Titel des Gastkommentars passender: "Einige Bischöfe verkennen die Rolle der katholischen Soziallehre."

H. Peter Degischer,

1040 Wien

Gefahr eines militärischen Vakuums in Europa

Der Abzug von 12.000 US-Soldaten aus Deutschland stößt auf scharfe Kritik. Spitzenpolitiker sehen ein militärisches Vakuum in Europa: Ziehen die Amerikaner ab, dann ist Europa anderen Großmächten militärisch ausgeliefert, oder es müsste die eigenen Verteidigungsanstrengungen steigern.

Österreich sieht dies mit der rosaroten Brille von 75 Jahren Frieden. In Europa besteht ein dauerhafter Friede, und wir sind von lauter Freunden umgeben, wer sollte uns militärisch angreifen? Die Europäer verlassen sich militärisch auf die USA, und das neutrale Österreich vertraut auf die EU. Wir geben daher auch nur 0,5 Prozent des BIP für die Landesverteidigung aus.

Jetzt besteht aber die Gefahr, dass nach der Corona-Epidemie eine globale Wirtschaftskrise entsteht, die zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führen kann.

Oberst i.R. Kurt Gärtner,

4600 Wels