Zum Gastkommentar von Mathis Hampel und Aaron Sterniczky,
30. Juli

Aspekte des bedingungslosen Grundeinkommens

Faktum ist, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen von monatlich 1000 Euro in Österreich 100 Milliarden Euro jährlich kosten würde. Wie die Autoren auf nur 15 Milliarden jährlich kommen, ist äußerst befremdlich. Glauben sie wirklich, dass die Unternehmer brav die Kosten je Arbeitnehmer/in dem Staat überweisen würden? Das Gegenteil würde passieren, durch die Explosion prekärer Arbeitsverhältnisse würden sie sich diese Kosten ersparen.

Außerdem wird übersehen, dass ein beachtlicher Anteil der Sozialausgaben derzeit an psychosoziale Hilfen gebunden ist. Wer diese Dienstleistungen einsparen möchte, der riskiert den sozialen Frieden in diesem Land.

Aus meiner Sicht wäre bei einem bedingungslosen Grundeinkommen als Voraussetzung die Totalverstaatlichung des Wohnungssektors und der Grundnahrung unbedingt notwendig, damit die nichtarbeitende Bevölkerung nicht durch die freie Marktwirtschaft trotz Einkommens in die Armut getrieben wird.

Mag. Alfred Zopf,

1130 Wien

Desinfektionsmittel
bei den Wiener Linien

Seit einigen Wochen hadere ich mit den Hygienebedingungen in den Wiener Linien. Obwohl in Krankenhäusern, Hotels, Ämtern, Schulen und überall, wo mehrere Menschen zusammenkommen, Desinfektionsmittel bereitgestellt werden müssen, fehlen diese in den Wiener Linien. Auf meine schriftliche Anfrage erhielt ich als Antwort: Desinfektionsmittel kann gefährlich sein, deshalb wird es nicht angeboten. Ich solle mir öfter die Hände waschen.

Sollen wir die Spitäler informieren, dass Desinfektionsmittel gefährlich sind? Wo soll ich an der Bushaltestelle, in der U-Bahn und der Straßenbahn meine Hände waschen? Warum mussten wir in der Schule mehrmals täglich die Türschnallen und Tische desinfizieren, aber den Wiener Linien genügt es, die Waggons einmal jede Nacht zu desinfizieren?

Sandra Amtmann,

1220 Wien