Zum Gastkommentar von
Florian Hamader, 6. August

Ein Land muss sich
selbst verteidigen können

Der Autor schreibt unter anderem von einer kampfbereiten russischen Diaspora und deren Trainingszentrum zwei Stunden von Wien entfernt. Gleichzeitig meint er, in einem Verbund mit EU- und Nato-Partnern sei eine Verteidigung jenseits der Grenzen Österreichs die Lösung. Es erhebt sich die Frage, wie ein militärischer Verbund mit ausländischen Kräften aussehen könnte, wenn es an der Grenze kriselt und das eigene Potenzial nicht vorhanden ist. In der Not schaut der Betroffene sicher zuerst auf sich selbst.

Ernst Steinbrenner,

3150 Wilhelmsburg

Zum Gastkommentar von
Gerhard Oberkofler, 4. August

Österreich vernachlässigt
die Friedenspolitik

Seit Jahrzehnten nimmt die österreichische Außenpolitik die Chance, sich als neutraler Mittler einzubringen, kaum wahr. Gerade im Kontext der der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU könnte Österreich mit den anderen bündnisfreien Mitgliedern eine eigenständige und glaubwürdige Rolle spielen. Der im Regierungsprogramm vorgesehene "Zivile Friedensdienst" ist ein wichtiger Baustein dazu und sollte neutralitätswidrige militärische Konzepte wie die Mitwirkung an europäischen "Battle Groups" ablösen.

Herbert Peherstorfer,

1030 Wien