Im Mittelmeer droht
eine militärische Krise

Im eigenen Land erhält der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan für seine offensive Machtpolitik große Zustimmung. Außenpolitisch befindet sich Erdoğan jedoch in einer Zwickmühle. Die Türkei ist gegenwärtig in Syrien, in Libyen und zu Hause gegen die PKK militärisch engagiert. In Albanien, Bosnien und im Kosovo macht sie Außenpolitik mit zivilen Mitteln: Finanzhilfen, Kulturarbeit und Religionsförderung.

Besonders gefährlich entwickelt sich der Erdgas-Streit zwischen der Türkei und Griechenland. Militärische Muskelspiele mit Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen sind keine Seltenheit, eine Klärung der Rechtslage im Mittelmeer ist nicht in Sicht. Die Corona-Pandemie ist ein Hauptgrund, warum weder die Türkei noch andere Staaten derzeit einen bewaffneten Konflikt wollen. Aber was kommt nach der Krise? Einigen sich die Türkei und Griechenland nicht, dann könnte ein militärischer Schlagabtausch unvermeidlich sein.

Oberst i.R. Kurt Gärtner,

4600 Wels

Soziale Medien haben
soziale Verantwortung

Facebook hat eine falsche Behauptung von Präsident Trumps Seite entfernt: Die Behauptung lautete, dass Kinder weniger anfällig für das Covid-19-Virus seien. Facebook hat das Recht und die Verantwortung, ungenaue Informationen, insbesondere lebensbedrohliche, zu entfernen. Aber es hat, wie auch die anderen Social-Media-Plattformen, noch einen langen Weg vor sich, um die vielen medizinischen Lügen über die Art und die Verbreitung des Virus zu bewältigen.

Es ist an der Zeit, die Verantwortung von Social-Media-Plattformen zu betonen, den Zugang zu korrekten Informationen zu ermöglichen und Unwahrheiten zu beseitigen und ihren ursprünglichen Zweck zu berücksichtigen: Facebook war darauf ausgelegt, zu verbinden, nicht zu trennen.

Dennis Fitzgerald,

Melbourne, Australien

Grenoble verbietet den
Ausbau des 5G-Netzes

Immer mehr Gemeinden und Städte wehren sich gegen die Installierung der neuen Mobilfunkgeneration 5G. Grenoble sollte ein 5G-Pilotprojekt werden, ohne dass die Stadtverwaltung zu dieser Entscheidung konsultiert wurde. Sie beschloss angesichts der fehlenden Klarheit über die Gesundheitsrisiken und die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft, die Arbeiten durch Dekrete zu blockieren. Als Reaktion darauf leiteten die Telefonbetreiber rechtliche Schritte gegen die Stadt ein.

Der Bürgermeister von Grenoble, Eric Piolle, erklärte: "Die Telefongesellschaften klagen gegen die Stadt Grenoble, weil wir die im Geheimen begonnenen Arbeiten an den Antennen blockieren. Ich werde weiterhin um ein Moratorium bitten: Nichts ist klar über die Gesundheit und ich bin skeptisch gegenüber der totalen digitalen Erfassung unseres Lebens."

Auch wir in Österreich sollten endlich aufwachen.

Walter Koren,

4560 Kirchdorf