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Thomas Seifert, 12. August

"Gürtelfrische West" und
der Autoverkehr in Wien

Ich teile die grundsätzliche Aussage, dass die öffentlichen Verkehrsflächen Wiens nicht zum Dauerparken dienen können. Aber das Credo "Autos raus aus der Stadt" ist in dieser Form entweder naiv oder eine politische Aussage vor einer bevorstehenden Wahl.

Ich möchte darauf hinweisen, dass Wien mit seinen Grünanlagen als Hauptstadt eines Staates einzigartig dasteht: Wienerwald, Lainzer Tiergarten, Alte Donau, Neue Donau, Lobau - und Wien hat in den vergangenen Jahren 204 Parks neu errichtet oder nach einer umfassenden Umgestaltung neu eröffnet. Es hätte daher in jedem Bezirk ein "cooles Wien" eingerichtet werden können. Ohne dass dies auf einer stark befahrenen Kreuzung sein muss, wobei noch hinzukommt, dass eine solche Bauführung mit dem städtischen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan in rechtlichem Widerspruch steht.

Wenn also mehr als genügend städtische Grünflächen als Erholungsflächen vorhanden sind, ist das eine mutwillige und vorsätzliche Tat aus ideologischen Gründen. Sie behindert und verzögert den Verkehrsfluss, belästigt oder gefährdet sogar die Anwohner jener Bereiche, wohin ausgewichen wird. Dass der rote Bezirksvorsteher des 15. Bezirkes angeblich dabei mitgespielt hat, macht ihn rücktrittsreif.

Dr. Heinrich Geuder,

1180 Wien

Den Bürgern mit gutem Beispiel vorangehen

Will Österreich noch grüner werden? Die Kurz/Kogler-Regierung beabsichtigt, Halter von hochgetunten Pkw sowie von SUVs mittels Hochtunen der Kfz-Abgaben zum Nachdenken anzuregen. Zugleich wird allen Haltern von verbrauchsarmen Kraftfahrzeugen eine jährliche Ersparnis von circa 250 Euro in Aussicht gestellt. Alles wäre noch schöner, vor allem auch glaubwürdiger, würden im gleichen Verfahren die Limousinen der Minister gegen verbrauchsarme Pkw eingetauscht.

Hans Gamliel,

CH-9400 Rorschach