Umweltschutz während der Corona-Wirtschaftskrise

Klima- und Umweltschutzmaßnahmen sind sicher etwas Gutes. Aber fast immer bringen sie wirtschaftliche Nachteile mit sich. Man sehe nur, was aus der Eisen- und Stahlindustrie geworden ist: Die Umweltschutzvorschriften haben sie in Österreich unwirtschaftlich gemacht, sie wurde ins Ausland verlagert, meist in Entwicklungsländer, und dort wird nun Eisen und Stahl mit hohen Umweltbelastungen produziert - zum Nachteil des Weltklimas.

Jetzt in Corona-Zeiten erhebt sich die Frage: Können wir uns noch weitere Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen leisten? Der grüne Koalitionspartner verlangt sie. Aber derartige Maßnahmen hätten eine weitere Schwächung vor allem des produktiven Zweigs unserer Wirtschaft zur Folge. Betriebe müssten schließen, Investitionen müssten getätigt werden, die sich, wenn überhaupt, erst nach längerer Frist als rentabel erweisen könnten. Und das in Zeiten der Corona-Wirtschaftskrise.

Jetzt müsste alle Kraft darauf konzentriert werden, die Wirtschaft wieder dahin zu bringen, wo sie vor der Krise war, anstatt Maßnahmen zu setzen, die sie weiter belasten. Es geht dabei vor allem um Arbeitsplätze! Hier ist eine Auseinandersetzung im Gange zwischen (grüner) Ideologie einerseits und wirtschaftlichem Denken andererseits. Wer da obsiegen wird - man darf abwarten.

Peter F. Lang,
per E-Mail

75 Jahre nach dem Atombombenabwurf

Die praktische Unmöglichkeit eines weltweiten Verzichts auf Atomwaffen ergibt sich aus Folgendem: Nicht jede Nuklearmacht wird ehrlich spielen. China, Russland oder die USA könnten in irgendeinem Winkel ihrer riesigen Territorien mehrere hundert Nuklearsprengköpfe verbergen, den Verzicht auf Atomwaffen offiziell mittragen - und wenn die anderen Länder die ihrigen vernichtet haben, die Welt unter Druck setzen, indem sie dann ihr Arsenal offenkundig machen, dem dann keine andere Macht etwas entgegensetzen könnte. Daher wird es wohl beim "Gleichgewicht des Schreckens" bleiben (müssen).

Dr. Franz Rader,

1070 Wien