Müssen Tschetschenen
besonders geschützt werden?

Kaum eine Woche ohne Berichte über kriminelle oder mindestens verhaltensauffällige Tschetschenen. Neben dem Leid der Opfer belasten auch die enormen Kosten der Verfahren, der Gefängnisaufenthalte etc. die österreichische Gesellschaft. Eine sofortige Rückführung der Kriminellen, der sich von der österreichischen Bevölkerung isolierenden Personen, auch der selbsternannten "Sittenwächter", die die eigenen Landsleute terrorisieren, ist der beste Schutz der hier friedlich lebenden und tatsächlich verfolgten Tschetschenen.

Die Regierung sollte daher zum Schutz der Bevölkerung genau prüfen, wer sich im Lande aufhalten darf. Es sollte nicht unbekannt sein, dass auch Terroristen beziehungsweise Kämpfer nach Österreich geflohen sind.

Dr. Erne Hackl,
5201 Seekirchen


Zum Artikel von Eva Stanzl,
20. August

In Bildung investieren
lohnt sich immer

Ich kann mich gar nicht genug für diesen Beitrag bedanken. Eines der nicht angesprochenen Probleme liegt meines Erachtens nach in einem staatlichen Bildungssystem, das die aufgeführten Zusammenhänge der nächsten Generation nicht vermittelt. Es sind aber diese "ungebildeten" Schulabgänger, welche Wahlen entscheiden.

Als kleiner Mandatar, der seit Jahren eine massive Stärkung des Forschungsbereichs fordert - wie in dem Beitrag aufgeführt -, scheitere ich regelmäßig. Als Begründung bekomme ich immer das Desinteresse der Wähler zu hören. Auf gut Österreichisch: "Damit gewinnen wir keine Wahl."

Und an diesem - real existierenden - Desinteresse muss gearbeitet werden. Schule wäre aus meiner Sicht der Ort, an dem daher zuerst angesetzt werden müsste. Das genaue Gegenteil ist aber leider der Fall.

Friedrich Rammer-Jirec ,
per E-Mail

Zum Artikel von Karl Ettinger, 19. August

Regierungen und EU
sind gefragt

Einkommensstärkere Schichten wollen eher eine kürzere Arbeitszeit, für Einkommensschwächere ist eine Lohnerhöhung wichtig, um finanziell über die Runden zu kommen. Die steuerliche Belastung von Arbeit ist wegen der bevorstehenden Rationalisierung auf die Vermögensseite umzuschichten, da sonst ein strukturelles Problem für die Budgeteinnahmen droht.

Auf EU-Ebene müssen sich vor allem die Regierungen bewegen und die Steuerfestsetzung auf die EU übertragen, um den ruinösen Steuerwettlauf zu beenden. Laut Othmar Karas, dem ehemaligen Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, beträgt der dadurch verursachte jährliche Minderertrag in der Europäischen Union 825 Milliarden Euro.

Daneben braucht es Kontentransparenz gegen Steuerflucht, da hier nochmals ähnlich viel Geld der Allgemeinheit entgeht. Außerdem leistet der Istzustand Bilanzfälschungen und Geldwäsche Vorschub.

Georg Lechner,
per E-Mail

Zum Artikel von Gerhard Lechner, 20. August

Historisch Beziehungen
wirken lange nach

Eines wird man wohl nicht aus der Welt schaffen können: Egal wer in Weißrussland regiert - zwischen dem Land und Russland gibt es Jahrhunderte alte sprachliche, historische und kulturelle Beziehungen. Daher wird man das Land nie in ein Konfrontationsbündnis gegen Russland einbeziehen können, wie sich das wohl einige amerikanische oder europäische Politiker vorstellen.

Es ist so ähnlich wie mit Deutschland und Österreich. Das hat nichts mit "Anschluss" oder "Großdeutsch" zu tun oder mit zeitweiligen politischen Differenzen.

Manfred Walter,
per E-Mail

Zum Artikel von Manfred Matzka, 14. August

Abschaffung des Adels
vor hundert Jahren

Das "Entadelungsgesetz" ist wohl eines der überflüssigsten unter unseren zahlreichen Verfassungsgesetzen - denn für eine Republik ist eine solche Gleichmacherei von oben nicht notwendig. Nein, dieses kleinliche Gesetz wurde von den "neuen Herren" beschlossen, um an den "Herren von gestern" eine gewisse Vergeltung für den verlorenen Krieg zu üben. Das geht aus den "Stenographischen Protokollen über die Sitzungen der Provisorischen Nationalversammlung für Deutschösterreich 1918 und 1919" mit peinlicher Deutlichkeit hervor (Band I, Seiten 179 bis 192).

Im Jahr 1919 war beileibe nicht sicher, ob die Republik in der Bevölkerung tatsächlich eine Mehrheit gefunden hätte. Eine Volksabstimmung über die Staatsform wurde ja nie durchgeführt. Die Legitimisten blieben noch längere Zeit eine durchaus nicht so kleine Gruppe. Für damals kann man den Beschluss dieses Gesetzes vielleicht nicht billigen, aber verstehen. Wenn eine Republik nach hundert Jahren aber immer noch meint, solche Krücken zu brauchen, dann muss man sich schon fragen, ob die Monarchie nicht die bessere Lösung wäre.

Es ist an der Zeit, dieses Verfassungsgesetz ersatzlos zu kassieren - je schneller, desto besser. Und nein, meine Familie war nie adelig.

Mag. Hermann Hayn,
2344 Maria Enzersdorf

Ab 20121 statt Religion
das Pflichtfach Ethik

Wie wird das ausgehen, wo doch alles schulische Lernen auf die Ausbildungen gebrauchsfähiger Qualifikationen ausgerichtet ist?

Ethik braucht die Bildung, die Bildung persönlicher Qualitäten als Tragfähigkeit für das Empfinden, Denken und Handeln im individuellen, familiären, gesellschaftlichen, politischen, technischen, wirtschaftlichen und kulturellen Geschehen. Dies mit einer Wende der Haltung zur menschenwürdigen Lebensqualität. Etwa zu Albert Schweitzers "Ehrfurcht vor dem Leben" und dem "Geist der Brüderlichkeit" aus der Deklaration der Menschenrechte.

RgR Prof. Reinhard Horner,

1100 Wien

Neuer Stadtteil
Nordwestbahnhof
Ein sehr schönes Projekt! Hoffentlich wird nicht darauf vergessen, den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern gute Mobilitätsalternativen zum privaten Automobil anzubieten. Das bedeutet einen Mix aus Öffis, Radwegen und fußläufigen Verbindungen.

Johannes Roither,
per E-Mail