Zum Artikel vom 1. September

Aufnahme minderjähriger Flüchtlinge in Wien

Ich frage mich: Wo sind in Wien die Kapazitäten, um die hundert Kinder aus dem Lager Moria aufnehmen zu können? Die Wiener Jugendhilfe kann ja nicht gemeint sein, die kracht an allen Ecken und Enden, weil notwendige personelle Aufstockungen bewusst hintangestellt wurden: Eine zeitgemäße WG bräuchte eine durchgehende Doppelbesetzung, das heißt acht SozialpädagogInnen statt vier wie derzeit. Es zeigt auch klar, dass der Gemeinderat keine Ahnung von seiner verantworteten Jugendhilfe in Wien hat.

Mag. Alfred Zopf

1130 Wien

Zum Gastkommentar von
Karl Schultes, 25. August

Ein österreichischer Industriepionier

In diesem Artikel wurde irrtümlich geschrieben, dass der Brünner Fabrikant Schöll in Staatz die erste Zuckerfabrik in Österreich errichtet habe. Richtig wäre allerdings, dass die erste Zuckerfabrik in Dürnkrut (NÖ) 1839 durch Ferdinand Dolainski und Johann Baptist Ghiradello errichtet wurde. Dolainski war ein Verwandter von Jakob Christoph Rad, dem Erfinder des Würfelzuckers, und ein österreichischer Industriepionier: Er hatte die ersten industriellen Zuckerfabriken und industriellen Brauereien auf dem Gebiet der Monarchie gebaut und geliefert.

Alfred Edlinger,

per E-Mail

Eine Pleitewelle nach
der Corona-Krise

Der Kanzler ließ verlauten, er sehe in der Corona-Krise Licht am Ende des Tunnels. Das können aber auch die Lichter des Expresszugs sein, der auf uns zurast. Der wirtschaftliche Schaden der Maßnahmen ist allerdings enorm und noch nicht ganz sichtbar. Sicher ist eine Pleitewelle, die noch auf uns zukommt. Pleiten zerstören Strukturen, und dagegen gibt es keine Impfung.

Jürgen Jauch,
4040 Linz