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Walter Hämmerle, 2. September

Die Regierung zeigt in der Covid-Krise Optimismus

Mit dem Argument, eine Gesundheitskrise zu verhindern, hat man eine noch ruinösere Wirtschafts- und Gesellschaftskrise riskiert, die dann auch eingetreten ist. Der Brand wurde gewissermaßen mit Benzin gelöscht. Höchstgerichtlich wurde bestätigt, dass bei den Beschränkungen nicht verfassungskonform vorgegangen wurde. Jetzt macht man offensichtlich einen Rückzieher, um alte Fehler zu vermeiden und nicht durch überzogene Maßnahmen und die damit bewirkten psychischen Belastungen möglicherweise größere Gesundheitsprobleme auszulösen als jene, die man vorgibt, verhindern zu wollen.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

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Anja Stegmaier, 28. August

Das Problem Kohlendioxid
wird falsch angegangen

Es ist das Missverständnis unserer Tage, kleine Verbesserungen als Lösung eines Problems zu sehen. Es wird der Eindruck vermittelt, ein paar Kilowattstunden Solarstrom könnten zur Lösung des Klimaproblems beitragen. Der UN-Ausschuss IPCC bemüht sich seit 1990, die CO2-Emissionen zu senken. Sie steigen aber seither um 2 Prozent pro Jahr. Weniger CO2 zu emittieren, klingt hilfreich, nützt aber in Relation zur vorhandenen zu hohen Konzentration gar nichts. Wir müssen CO2 aus der Luft holen, wenn wir ein gemäßigtes Klima haben wollen. Eine solche Absenkung hat es wiederholt gegeben. Wir müssen und können sie wieder herbeiführen, wenn wir uns nicht mit Pseudolösungen zufriedengeben.

Dr. Ernst Fiala,

2120 Wolkersdorf