Humanität im Alltag
zu leben, ist schwierig

Bilder wie aus Moria sind eine Niederlage für die menschliche Zivilisation, genauso wie die unzähligen hungernden Menschen und die Folterungen auf der ganzen Welt.

Letztendlich bleibt immer die Frage offen: "Wohin mit all diesen Menschen?" Es ist ein Leichtes zu sagen: "Ich bin für Menschlichkeit, nehmt sie auf." Hand auf’s Herz, wer von all denen, die die Aufnahme befürworten, ist bereit, die Konsequenzen seiner Humanität im alltäglichen Leben zu tragen? Wer ist bereit, diese notleidenden Menschen neben oder bei sich wohnen zu lassen? Wir können nicht behaupten, menschlich zu sein, wenn wir unser Gutsein im alltäglichen Leben anderen umhängen - den Menschen, die neben Flüchtlingsheimen leben oder deren Kinder in Brennpunktschulen gehen.

Ich habe keine Lösung dafür. Ich weiß nur eines: Ich ziehe den Hut vor allen Menschen, die bereit sind, aus einer menschlichen Geste heraus Flüchtlinge neben oder bei sich wohnen zu lassen!

Mag. Michaela Krizmanits,

1130 Wien

Warum soll nur Europa Flüchtlinge aufnehmen?

Würde die EU jene zig Millionen Menschen aufnehmen, die nach Europa streben, dann könnte man diesen Kontinent in 30 Jahren nicht wiedererkennen. Warum soll Europa alle Migranten aufnehmen, wo bleiben Nord- und Südamerika, Australien und Neuseeland? Die arabischen Staaten wären auch eine Option, jedoch dort will niemand den Glaubensgeschwistern helfen.

Der Weg der Flüchtlinge sollte eigentlich in Richtung Heimat gehen. Das Migrationskonzept der EU müsste mittelfristig den verzweifelten Menschen eine Perspektive in ihren Heimatländern geben. Die Migranten sollten ihre Heimat mit Unterstützung der EU wiederaufbauen.

Kurt Gärtner,

4600 Wels

Das Wahlverhalten der
Wiener ist ungewiss

Wenn man sich umhört, dann ist ein großer Teil der Wiener Wählerschaft unschlüssig, wie sie sich bei den bevorstehenden Wiener Wahlen entscheiden soll. Es ist auch interessant herauszufinden, woher sich die einzelnen Bevölkerungsgruppen ihre politisch relevanten Informationen holen.

Die Jüngeren geben wenig auf die etablierten Medien, sie nützen die Neuen Medien und politisch Relevantes bekommen sie nur am Rande mit. Das Wahlverhalten dieser Generation ist schwer voraussehbar - am wahrscheinlichsten grün oder Enthaltung.

Dann die Senioren. Fast allen ist gemeinsam: Sie hängen - mit Ausnahme eines geringen Prozentsatzes - an keiner Partei und oft enthalten sie sich der Wahl.

Und schließlich die aktive Generation. Sie ist am ehesten am politischen Tagesgeschehen interessiert, sie sind ja auch davon am meisten betroffen. Sie beurteilt die Maßnahmen der Regierung und ist dabei nicht zurückhaltend bei Meinungsäußerungen. Diese sind meist sehr polarisiert: entweder totale Zustimmung oder totales Ablehnen. Wie sich das im Wahlverhalten auswirken wird, bleibt abzuwarten.

Die Wiener Wahl wird einen Trend zeigen, der wahrscheinlich auch österreichweit bei den entsprechenden weiteren Wahlen zum Ausdruck kommen wird.

Peter F. Lang,

per E-Mail

Ein Waldspaziergang
erfrischt Körper und Geist

"Walding" oder "Waldbaden" sagt man neuerdings zu einem Spaziergang in einem der zahlreichen Wälder unserer Heimat. Wie man es auch nennt - es ist ein Labsal für Körper und Geist. Die Lunge erfreut sich an der reinen sauberen Luft, das satte Grün der Bäume, die Stille, die nur von Vogelgezwitscher unterbrochen wird, und das Säuseln der Baumwipfel im Wind sind Balsam für die Seele. Eine Wonne für die Nase ist der Duft des Waldes! Die Gedanken werden frei und der Körper fühlt sich zusehends leichter an.

Ob "Walding" oder "Waldspaziergang" - fast könnte man von einem göttlichen Geschenk an jene sprechen, denen es beschert ist, diese Zeit des "Waldfühlens" zu genießen. Erblickt man dann noch zufällig das satte Gelb von Eierschwammerln im feuchtgrünen Moos, die man pflücken und nach Hause mitnehmen kann, wähnt man sich als Glückspilz.

Glücklich können sich jene schätzen, denen sich die Möglichkeit öffnet, diese Momente zu erleben, und die in der Lage sind diese Momente mit allen Sinnen erfassen zu können!

Mag. Wilfried Ledolter,

8680 Mürzzuschlag