Als man einander
noch umarmt hat

Kaum noch vorstellbar: Es hat Zeiten gegeben, da haben sich fröhliche, junge Menschen auf öffentliche Plätze gestellt und ein Schild gehalten, auf dem stand: "free hugs". Das war das Zeichen für ihre Mitbürger, hingehen zu dürfen und eine Umarmung zu bekommen, einfach so. Wie wunderbar muss das für einsame Menschen gewesen sein! Wenn ich mir heute vorstelle, jemand stellt sich auf den Stephansplatz und bietet "free hugs" an - unvorstellbar! Jeder hätte Angst vor diesem Menschen, Corona-Angst und sonstige Ängste.

Wie mag es all den einsamen Menschen gehen, die seit Monaten keine körperliche Berührung mehr von einem anderen Menschen erfahren haben, nicht mal einen Händedruck, gar nichts?

Dr. Lucia Kautek,

per E-Mail

Heinrich Heine
und das Coronavirus

Ich hatte das Vergnügen, am vergangenen Donnerstag im Burgtheater Klaus Maria Brandauers Heinrich-Heine-Lesung mitzuerleben. Ich würde es als Pflichtveranstaltung zum Umgang mit dem Coronavirus für das ganze Land empfehlen: Es ging unter anderem um die Cholera-Epidemie im 19. Jahrhundert in Paris. Es war wirklich lehrreich.

Dr. Christine Allen,

1170 Wien