Zum Interview von Martin Heintel, 19. September

Unstimmigkeiten bei
der Stadtentwicklung

Wer die zehn größten Stadtentwicklungs- und Städtebauprojekte Wiens im Detail betrachtet, der sieht sofort den Widerspruch zwischen Innovationen im innerstädtischen Raum und den tatsächlichen Entwicklungen in den Flächenbezirken Wiens. Planungsdirektor Thomas Madreiter verliert sich in Fokussierungen, welche in "Bobo-Bezirken" stattfinden, während in "Transdanubien" Stadtstraßen-Autobahnen für neue Stadtviertel errichtet werden.

Madreiter erscheint dadurch als realitätsferner Satellit außerhalb der Stadtentwicklungskomission, der nicht einmal seinem letzten Satz gerecht wird: "Ein Plan, der sich nicht ändern kann, ist ein schlechter Plan!" Ich wünsche ihm mehr Mut, die genannten Konzepte in allen Bezirken Wiens umzusetzen!

Ing. Heinz Mutzek,

1220 Wien

Eingeschränkter Zugang
zu Heilklimastollen

Der Aufenthalt im Heilklimastollen ist das zentrale Heilverfahren einer Reha, die ich bisher (alle zwei Jahre mit PVA-Bewilligung, dazwischen als Privatpatientin) in einer renommierten Kuranstalt in Bad Bleiberg in Anspruch genommen habe. Im Rahmen der Covid-19-Schutzmaßnahmen hat die PVA Anfang Juni zunächst bis
30. September, neuerdings jedoch bis einschließlich März 2021 eine Sperre des Heilklimastollens für ihre Patienten verfügt.

Für Ärzte und Patienten, die die seit Jahrzehnten bewährte Wirkung des besonderen Mikroklimas kennen, ist die Begründung (mangelnde Frischluft im Stollen) ebenso wie der Zeitrahmen völlig haltlos, zumal unter den Patienten aller übrigen Kassen, die Zutritt zum Stollen haben, dank gewissenhafter Abstandsregeln im Bereich aller übrigen verordneten Anwendungen bisher keine Erkrankung festgestellt wurde. Offenkundig werden Schutzmaßnahmen vorgeschoben, um den wahren Grund, nämlich die Weigerung der PVA zur Übernahme der Kosten für den Heilklimastollen, zu verschweigen.

Dorothea Nahler,

1130 Wien