Zur Kolumne von Christian Ortner, 25. September

Senioren verdienen es, dass man sich um sie kümmert

Ich habe das Glück, in einer Familie leben zu dürfen, in der die Alten geschätzt und respektvoll in der Familie betreut werden - so hat mein Vater seine Mutter bis zu ihrem Tode in ihren Neunzigern zu Hause betreut und mein Onkel kümmert sich seit Jahren hingebungsvoll um seine bald neunzigjährige Mutter.

Wir sollten auch nicht vergessen, dass unsere Alten auch viel zu geben haben. Hier kommen Lebensweisheiten und -wahrheiten oft ganz nebenbei. Für Menschen, die einer Generation angehören, die wesentliche Grundrechtseinschränkungen nie erlebt hat, ist der Austausch mit und das Beispiel von einer Kriegsgeneration durchaus erleuchtend.

Alexander Haas,

per E-Mail

Betreuung in Heimen ist
oft die bessere Lösung

Wir alle sollen länger arbeiten - wer soll denn die betagten Menschen daheim betreuen, ihnen den Haushalt besorgen und so weiter? Soll man alles auslagern, sodass täglich fremde Menschen im oft sehr beengten Zuhause ein und aus gehen? Eine medizinische Betreuung ist mit sogenannten 24-Stunden-Pflegerinnen, die keine entsprechende Ausbildung haben, definitiv nicht gegeben.

In unserer Familie gibt es zwei Damen weit über 80, eine ist ein schwerer Pflegefall und konnte aufgrund der Wohnungssituation gar nicht daheim bleiben, die andere ist froh, im Pensionisten-Wohnhaus (Fonds Soziales Wien) sein zu können. Arzt und Krankenschwester sind vor Ort, es gibt unterschiedliche Gruppen, an deren Aktivitäten man sich nach Wunsch beteiligen kann, die alten Herrschaften können das Haus jederzeit verlassen, spazieren oder einkaufen. Das sind längst keine "Heime" mehr, sondern Wohnhäuser, und als solche werden sie zur meist großen Zufriedenheit ihrer Bewohnerinnen und Bewohner auch geführt.

Sibylle Marian,

per E-Mail

"Ökostrom" aus Biomasse
ist nicht umweltschonend

Während Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen kein CO2 erzeugen, wird von Biomassekraftwerken viel davon emittiert. Bei jeder Art von Verbrennung werden jedoch große Mengen CO2 in die Atmosphäre geblasen, pro Tonne Holz oder Pellets sind das zwei Tonnen. Die Politik nennt dies "Naturwärme", und weil Bäume ja wieder nachwachsen, wird das auch noch als "klimaneutral" bezeichnet. Dass bei der Biomasse-Verbrennung freigesetztes CO2 sofort in die Atmosphäre gelangt, der nachwachsende Wald aber Jahrzehnte benötigt, um dieses wieder aus der Atmosphäre zu absorbieren, wird ignoriert.

Biomasse-Verbrennung ist eine veraltete, klimaschädliche Technologie. Beim Verkehr will man weg vom Verbrennungsmotor, bei Ökostrom will man die Verbrennung von Biomasse fördern - wie passt das zusammen?

Ferdinand Kafka,

3400 Klosterneuburg