Eine postindustrielle
Zukunft für Steyr

Steyr, die Stadt mit diesem historisch belasteten, aber auch leichten Herzschlag, die Lebensstadt der Schriftstellerin Marlen Haushofer, wo Franz Schubert sein heiteres "Forellenquintett" skizzierte - dieses Steyr wird nicht untergehen. Wenn sich die VW/MAN-Manager mit ihren desaströsen Lkw-Motoren wegen der globalen Gier jetzt nach Polen vertschüssen, dann ist das die Chance für die Politik, für die gesamte Region mit ihren kreativen Menschen, eine neue Zukunft ins Hirn und an die Hand zu nehmen: eine neue globale "Universität Styria" mit Forschung, Forschung und wieder Forschung; Naturschutz, ökologische Ökonomie, Solarkraftwerke, neue Mobilität (Revital-Waffenrad-E-Bike als Friedensbike; Schnellbahn von Steyr zur Weststrecke); Digitalisierung und Künstliche Intelligenz als Nutzen und Werkzeug für die Menschheit. Steyr, diese zauberhafte Stadtperle mit den alten Kripperln, wo die Jetztzeitmenschen neu aufbrechen!

Fritz Baumgartner,

4222 St. Georgen/Gusen

Einschränkungen für Wirtschaft und Gesellschaft

Angesichts der wieder steigenden Covid-Infektionen wäre die Regierung gut beraten gewesen, nur solche Einschränkungen des Gesellschaftslebens und der Wirtschaft zu beschließen, die einen weiteren Anstieg der Infektionen nachhaltig verringern können und die Wirtschaft und das Gesellschaftsleben nicht weiter abwürgen. Aber leider tat sie das nicht. Die Maskenpflicht ist dafür verantwortlich, dass der Handel, die Kultur, der Sport, die Gastronomie und die ÖBB zwischen 30 und 50 Prozent weniger Umsatz haben.

Generell sollte die Regierung auch Expertenmeinungen berücksichtigen, die einen anderen Umgang mit der Pandemie vorschlagen. Solche gibt es nicht nur in Schweden, sondern auch bei uns in Österreich.

Ing. Erwin Bauer,

4060 Leonding

Zur Debatte über das
Verbot aktiver Sterbehilfe

Es wäre zunächst zu überlegen, wer das Recht hat, über das Leben einer Person zu verfügen. Die einzige logische Antwort kann nur sein: ausschließlich diese Person selbst. Somit gehört zur "Würde am Ende des Lebens" selbstverständlich auch die Freiheit, sich für den Freitod zu entscheiden.

Es ist gewiss oft gut, jemanden von einem spontanen Entschluss zum Suizid abzuhalten. In Staaten, wo Sterbehilfe legal ist, zum Beispiel in den Niederlande, Belgien oder der Schweiz, werden das Motiv und der feste freie Wille eines Menschen, sein Leben zu beenden, und selbstverständlich auch seine geistige Zurechnungsfähigkeit über längere Zeit hindurch von Ärzten geprüft.

Alle von bekannten Kreisen konstruierten Einwände können nach jahrelanger Praxis als haltlos und nicht logisch, sondern religiös motiviert angesehen werden. Religiöse Absichten sind aber Privatsache und gehen den Staat nichts an.

Mag. Werner Cejnek,

1030 Wien

Umfrage zu Plänen der
Grünen für Mariahilf

Das Umfrageergebnis ist weder repräsentativ noch tauglich. Einen Wunsch nach Verkehrsreduktion kann man daraus wohl nicht wirklich ablesen. Bei 2.800 ausgeschickten Fragebögen und 450 erhaltenen Antworten (das sind nur 16 Prozent der Anrainer!) kann von einem "breiten Stimmungsbild der Bevölkerung" wohl nicht die Rede sein, wie dies der grüne Bezirksvize gerne hätte. Es ist Wahlkampf: Jeder liest aus den Umfrageergebnissen das, was er gerne daraus ablesen möchte.

Die übrigen Bezirksbewohner, die nicht direkte Anrainer der Gumpendorfer Straße sind, gehören wohl auch zur Mariahilfer Bevölkerung. Die wurden ja erst gar nicht befragt. Auch kann Mariahilf nicht Verkehrsmaßnahmen beschließen, wenn andere Bezirke auch davon betroffen sind.

Dr. Wolfgang Rainer,

per E-Mail

Zum Artikel von Ines
Ottenschläger, 26. September

Straßenbahnlinien bis
ins Wiener Umland

Bis ungefähr 1967 gab es von Wien ins Umland bereits Straßenbahnlinien, nämlich nach Mödling, bis zum Hauptplatz von Schwechat und zum Groß-Enzersdorfer Hauptplatz. Die niederösterreichische ÖVP machte anlässlich einer Fahrpreisehöhung der Wiener Linien daraus ein Politikum, was in der Folge die Einstellung dieser Linien an der Stadtgrenze zur Folge hatte. Noch heute kann man die Trassen teilweise ausnehmen.

Die bestehende Linie nach Kaltenleutgeben war meines Wissens niemals eine Straßenbahn und läuft auch sichtbar als eigene Spurtrasse. Aber vielleicht will man die Linie im Straßenbereich bauen.

Dr. Heinrich Geude,

1180 Wien