Nachbemerkungen zu
den Wiener Wahlen

Glücklicherweise ist die Wien-Wahl vorbei, der Ausgang liegt im Bereich der Erwartungen, und wir können wieder zum Normalleben zurückkehren. Die Berieselung mit Fernsehdiskussionen, Jeder-gegen-jeden, Elefantenrunde, und das Ganze nicht nur im ORF, sondern auch auf allen Privatsendern, ist eine Zumutung den Zusehern gegenüber, aber auch eine Rücksichtslosigkeit gegenüber den Kandidaten. Schließlich weiß man ohnehin nach dem ersten Fernsehauftritt, wie jeder Kandidat und jede Kandidatin gestrickt ist. Glaubt wirklich irgendjemand, dass diese Fernsehinszenierungen bei den sogenannten Wechselwählern noch etwas bewegen?

Günter Braun,

1020 Wien

Stimmenzuwächse im
Lager der Nichtwähler

Der eigentliche Wahlsieger ist in Wahrheit das Lager der Nichtwähler. Denn auch der große Sieger der Wahl, die SPÖ, hat Wähler verloren. Die Parteien sollten sich Gedanken machen, warum so viele Menschen nicht zur Wahl gegangen sind. Das Ergebnis spricht für die Fortsetzung von Rot-Grün.

Ernst Pitlik,

1220 Wien

Andere Krisen neben
der Corona-Pandemie

Treffen sich vier Krisen: Corona, Klima, Migration und Schulden - so könnte ein aktueller Witz beginnen, es ist aber bitterer Ernst. Die drei anderen Krisen sind nach wie vor präsent, auch wenn sie vom Virus überschattet wurden. Neben moderaten Vorschlägen zur Bewältigung der Klimakrise gibt es verschiedene Totschlagargumente, wie "raus aus Öl und Gas" und ausschließlich erneuerbare Energie. Das in relativ kurzer Zeit mit immer neuen Auflagen umzusetzen, ist für Wirtschaft und Gesellschaft unmöglich und passt ins absurde Ergebnis einer Studie, die für Klimaneutralität innerhalb einer Dekade einen Spritpreis von 4 Euro fordert.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien